Schon seit geraumer Zeit wurde gemunkelt und spekuliert. Nun scheint es tatsächlich Wirklichkeit geworden zu sein. Ex-Superstar und Real Madrid-Ikone Zinedine Zidane kehrt seinem liebsten Kind den Rücken.
Wie die Sportzeitung "Marca" berichtet, verlässt die legendäre Nummer 5 der Madrilenen das Trainingsgelände von Real, um sich ab sofort vermehrt um die Entwicklung der vereinseigenen Nachwuchsspieler zu kümmern.
Doch was sind die Gründe für Zidanes Abschied?
Nur wenige Monate sind vergangen, seitdem Zidane im Mai 2011 als Sportdirektor bei Real Madrid einstieg - dem Verein, bei dem er seine überaus erfolgreiche Karriere erst wenige Jahre zuvor beendet hatte. Und nun ist es aus und vorbei. Ein wohl schleichender Prozess, der sich bei genauerer Betrachtung allerdings schon früh angedeutet hatte. Auf der einen Seite, der ruhige, fast introvertiert auftretende Franzose. Ihm gegenüber, der doch eher extravagante Mourinho. Eine Konstellation, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt war.
"Wir werden sehen, was meine Aufgabe sein wird"
Erste Fragezeichen kamen bereits zu Beginn der Zusammenarbeit auf. So sagte Trainer Mourinho im Zuge der offiziellen Vorstellung in Richtung Zidane: "Mir gefällt es, dass er jetzt mit uns zusammenarbeitet." Der Franzose hingegen schien schon damals bewusst vorsichtig zu reagieren. "Wir werden sehen, was letztendlich meine Aufgabe sein wird", so Zidane abwartend. Eine Frage, über die sich beide Charakterköpfe bis heute nicht einigen konnten.
Immer wieder deutete Mourinho außerdem an, dass er sich bei seinem offensiv ausgetragenen Kampf gegen die Schiedsrichter mehr Unterstützung von Seiten Zidanes erwarte. Der hielt sich hingegen mit öffentlichen Äußerungen vornehm zurück. Und wenn es etwas gibt, was "The Special One" nicht erträgt - dann ist es fehlende Rückendeckung.
Die "Marca" berichtet, dass sich Zidane nach und nach um die unterklassigen Teams der Königlichen kümmern wird - ein Abschied auf Raten. Gegenwärtig beobachtet er das Training der U-Teams und fungiert als eine Art Berater. Schon bald allerdings wird Zidane auf eine weitreichendere Aufgabe drängen. Er liebäugelt mit einem Einstieg ins Trainergeschäft. Noch in diesem Jahr möchte er seine Ausbildung zum Fußball-Lehrer abschließen, die er derzeit in Limoges absolviert.
Bis dahin wird sich der große "Zizou" zunächst um die Belange der "Kleinen" kümmern. Was danach kommt, hängt wohl erneut von Mourinho ab.
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