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    "WWE Tables, Ladders and Chairs"

    “WWE Tables, Ladders and Chairs”, der letzte PPV im Jahr 2011, ist Geschichte. Kurz vor Weihnachten wurden die Fans noch mal mit einigen Leckerbissen verwöhnt. Eurosport-Experte Sebastian Hackl und Philipp Sigloch von MOONSAULT.de schildern ihre Eindrücke zur letzten Großveranstaltung des Jahres.

    Von Sebastian Hackl

    Im Opener zwischen Dolph Ziggler und Zack Ryder standen sich zwei der heißesten Superstars des zurückliegenden Jahres gegenüber. Ziggler ist 2011 mein persönlicher "MVP". Er bietet immer eine tolle Show und hat sich total etabliert. Der Titelwechsel schadet ihm meiner Ansicht nach nicht, aber für den Internet-Champ war dies der entscheidende Schritt zur Glaubwürdigkeit in einem fantastischen Match genau nach meinem Geschmack. Tolle Publikumsreaktionen und eine Vickie Guerrero in Hochform setzten dieser Begegnung das Sahnehäubchen auf!

    "Air Boom" hatten es mit Primo und Epico zu tun. Hier erfreute mich schon die Ansetzung der Begegnung, da ich ein großer Freund von Tag- Team- Matches bin. Air Boom sind würdige Champions und ihr Sieg gegen interessante Herausforderer mit Potential macht Appetit auf mehr. Die darauf folgende Auseinandersetzung zwischen Orton und Barrett bot mit dem RKO durch den Tisch ein Finish, dass man in zahlreiche Highlight- Videos einbauen kann. Trotz der Niederlage kam Barrett stark rüber und darf sich für 2012 einiges ausrechnen.

    Phoenix braucht neue Herausforderungen

    Powerhouse Beth Phoenix, die es im Fitnessstudio mit den meisten Männern locker aufnehmen kann, braucht wohl neue Gegnerinnen. Und mit neuen Gegnerinnen meine ich keine 55kg leichten Schönheiten - ich meine Angst einflößende Monster. Ansonsten wird die Glamazone weiterhin böses K(h)arma für ihre Gegnerinnen bedeuten!

    Auf das Vorschlaghammer/Leiter-Match zwischen Kevin Nash und Triple H war ich persönlich besonders gespannt. Obwohl "Big Daddy Cool" mit großen Schritten auf das Karriereende zusteuert und leicht rostig wirkte, fand ich die Kollision der ehemaligen "Kliq"- Mitglieder interessant. Allein die Ringpräsenz dieser Superstars gepaart mit der Art, wie sie mit Gestiken und ihrer Mimik das WWE Universum mit auf eine Art Achterbahnfahrt nahmen, machte das Match besonders. Jeder Schlag, jede Aktion hatte ihre Bedeutung. Der "König der Könige" triumphierte am Ende unter dem Jubel des Publikums. Die anschließende Auseinandersetzung zwischen Sheamus und Jack Swagger hatte einen deutlichen Sieger. Dem keltischen Krieger prophezeie ich ein großes Jahr 2012.

    Big Show bezwingt Henry

    Im Welt-Schwergewichts-Titelmatch konnte der 2,13m große und 200kg schwere Herausforderer The Big Show dann tatsächlich Mark Henry bezwingen. Der eigentliche Schocker war dies aber nicht! Nachdem ein wütender Ex-Champion den frisch gekrönten Titelträger mit einem DDT auf einen Stuhl abfertigte, kam Daniel Bryan heraus und löste seinen "Money in the Bank"- Koffer ein. Er schaffte den Threecount und die Halle in Baltimore brach in tosenden Jubel aus.

    Ich habe sehr hohe Erwartungen an den neuen Champion. Daniel Bryan kann ein absoluter Superstar werden. Er hat die Werkzeuge im Ring und aus mehreren persönlichen Gesprächen mit ihm kann ich voller Überzeugung behaupten, dass er eine vorbildliche Einstellung besitzt und viele tolle Ideen im Kopf hat. Go Champ!

    Ende der Fahnenstange nicht erreicht

    Auf eine Fortsetzung der Fehde zwischen Booker T und Cody Rhodes hoffe ich sehr. Die beiden harmonieren in meinen Augen ausgezeichnet und trotz der Niederlage von "Mr. Spin-a-Roonie" ist hier noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Der Threeway zwischen Punk, The Miz und Del Rio war spannend und hatte den richtigen Sieger. Punk war 2011 die "Wundertüte" in der WWE. Er erfand sich neu, nachdem viele schon einen Abgang des "Straight Edge Superstars" vermutet hatten.

    Mein Fazit: Wer hätte am Anfang des Jahres gedacht, dass die "Indy- Legenden" Bryan und Punk Champions werden würden?! Wenn jetzt noch Michael Cole seine Karriere beendet, ist 2011 perfekt gelaufen!

    Philipp Sigloch, WWE Experte von MOONSAULT.de:

    Der Opener bot, wie mittlerweile gewohnt, ein richtig gutes Match, welches wieder von Dolph Ziggler getragen wurde. Mit Zack Ryder hatte er allerdings einen Gegner, mit dem dies nicht schwerfiel. Mit einigen spannenden Nearfalls und dem wirklich verdienten Titelgewinn hatte man einen perfekten Auftakt für TLC. Es bleibt nur abzuwarten, ob Ziggler nun weiter um den US-Title kämpft, oder ob er ab sofort im Main Event mitmischt.

    Auch das Tag-Team-Match konnte das Niveau halten. Es ist schön, "Air Boom" wieder im Ring zu sehen. Man kann nur hoffen, dass die WWE weiter auf Air Boom als Champions setzt. Primo und Epico hingegen haben zwar das Zeug zu einem interessanten Team, bei TLC waren sie mir aber noch zu "blass"- sie müssen ihre Rolle noch besser charakterisieren.

    Barrett und Orton überraschen

    Wade Barrett und Randy Orton haben mich überrascht, da das Match mit einem richtig hohen Tempo und auch gutem Einsatz der Tische begann. Die Viper schien am Ende zu sein und dann kam der "RKO out of nowhere". Wenn man jedes Match auf diese Weise abspult, wird Randy Orton auf Dauer vielleicht etwas langweilig. Wade Barrett hätte der Sieg zwar weitergeholfen, man hat es aber geschafft, ihn trotz der Niederlage stark und dominant darzustellen.

    Im Anschluss kamen die Diven. Beth Phoenix und Kell Kelly boten natürlich ein tolles Kontrastprogramm: Powerfrau gegen zierliches Model. Das Match an sich war akzeptabel, auf Dauer muss man aber mehr Zeit in die Diven investieren. Beth Phoenix sollte aufgrund ihrer guten Leistungen den Titel noch lange behalten.

    Gänsehaut pur

    Aus dem Leiter Match holten Triple H und Kevin Nash mehr heraus, als ich vorher erwartete. Da beide bei ihren letzten Auftritten etwas müde wirkten und es auch genug Gerüchte rund um Verletzungen gab, hätte ich mit weniger Action gerechnet. Was uns die zwei Akteure in den 18 Minuten boten, war aber wirklich ansehnlich und Triple H triumphierend mit dem Vorschlaghammer zu sehen, sorgte bei mir für Gänsehaut.

    Warum man das Match Jack Swagger vs. Sheamus, welches relativ bedeutungslos war, noch unbedingt auf die Card bringen musste, ist mir ein Rätsel. Ich habe nichts gegen die beiden, aber diese Begegnung hätte auch bei RAW stattfinden können. Zusätzlich war ein Sieg von Sheamus für mich so sicher, wie das Amen in der Kirche.

    Das war ganz großes Kino

    Es folgte das Welt-Schwergewichts-Titelmatch, und was soll ich sagen? Was für eine Überraschung! Alleine beim Titelgewinn von Big Show musste ich mir die Augen reiben. Und ja, danach lag der "Cash-In" in der Luft. Ich hätte aber nie gedacht, dass man den Titelwechsel an Daniel Bryan tatsächlich durchzieht. Chapeau WWE, das war ganz großes Kino!

    Bei Booker T vs. Cody Rhodes habe ich ja gedacht, dass das Match nach dem zweiten Angriff von Cody gestrichen wäre und der Kampf somit beim nächsten PPV stattfinden würde. Es kam aber anders. Der klare Sieg von Cody hat mich persönlich überrascht, da die Stipulation ja besagt, dass Booker T nun nicht mehr in den Ring steigen dürfte. Daher habe ich eigentlich mit einem Sieg durch Disqualifikation oder Auszählen gerechnet. Die Leistungen von Booker T sind im Ring natürlich um einiges besser, als am Kommentatorenpult.

    Der Main Event wird zwar nicht als bestes TLC-Match in die Geschichte der WWE eingehen, bot aber nonstop Action und konnte gut unterhalten. Alle drei hatten ihre starke Phase und kamen großartig rüber. Die Idee mit den Handschellen sorgte für zusätzliche Spannung und insgesamt war dieses Match ein tolles Ende für das PPV Jahr 2011.

    TV-Tipp

    Dies und noch viel mehr gibt es bei "This Week in WWE" jeden Montag gegen 21:05 Uhr auf Eurosport zu sehen. Das sollte man nicht verpassen!

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