Beide Finalistinnen sind damit bei der WM weiter ungeschlagen. Die Kielerin Angelique Kerber war nach drei Niederlagen bereits in der Vorrunde des mit 4,9 Millionen dotierten Turniers ausgeschieden.
Nach einem freien Tag erwischte Serena Williams den besseren Start zum 2:0 im ersten Satz und holte sich nach dem 2:2-Zwischenstand ohne weiteren Spielverlust den Durchgang. Die Favoritin, die mit einem Erfolg über Angelique Kerber ins Turnier gestartet war, hatte auch danach keine Probleme gegen Radwanska und siegte nach nur 61 Minuten.
"Ich konnte mir schon vorstellen, dass sie müde war", so Williams über die Kontrahentin. "Ich habe ihr nach unserem Spiel heute gesagt, dass ihre Leistung in diesem Turnier eindrucksvoll war. Agnieszka stand bis zum Halbfinale über acht Stunden auf dem Court. So etwas ist wirklich inspirierend für mich." Radwanska steckte der erst nach dreieinhalb Stunden erkämpfte Erfolg über die Italienerin Sara Errani vom Freitag in den Knochen, mit dem die Weltranglisten-Vierte den Einzug ins Halbfinale geschafft hatte. "Ich habe wirklich versucht, zu laufen, aber meine Beine wollten nicht", räumte sie ein.
Dominante Scharapowa triumphiert
Auch Scharapowa machte den frischeren Eindruck, nachdem die Partie in der Anfangsphase noch ausgeglichen verlief. Im weiteren Verlauf dominierte die Russin die Partie jedoch mit ihren starken Aufschlägen und übernahm im zweiten Spielabschnitt klar die Oberhand.
Beim Spielgewinn zum 5:1 im zweiten Satz musste sie noch einmal kämpfen, dann stand der Erfolg fest. Scharapowa verwandelte nach 1:36 Stunden ihren ersten Matchball und ließ ihrer Freude freien Lauf. Immer wieder warf die große Blonde Kusshändchen ins Publikum und ließ sich von den 15.498 Zuschauern im ausverkauften Sinan Erdem Dome feiern.
Die einstige Nummer eins hatte schon vor ihrem letzten Gruppenspiel am Freitag das Weiterkommen sicher gehabt. Dagegen musste Asarenka bis nach Mitternacht spielen, bevor der Erfolg über die Chinesin Li Na und damit der Halbfinal-Einzug feststanden. Scharapowa dachte bereits vor dem Finale voller Vorfreude an ihren Urlaubsbeginn in vier Tagen: "Dann werde ich mit einem Erdbeer-Drink in der einen und einer Zeitschrift in der anderen Hand auf den Ozean schauen", kündigte die bestverdienende Sportlerin der Welt an.
Williams will die Krönung
Die 31-Jährige Williams könnte mit einem Sieg ein überragendes zweites Halbjahr 2012 krönen. Die jüngere Williams-Schwester hatte neben den Grand Slams in Wimbledon und New York auch die olympischen Goldmedaillen im Einzel und Doppel gewonnen. Scharapowa hatte 2004 beim Masters 2004 triumphiert.
Allerdings liegt der letzte Sieg der Weltranglistenzweiten gegen Williams schon acht Jahre zurück. Seitdem gab es acht Pleiten gegen die Amerikanerin - zuletzt im Spiel um Gold in London.
Titelverteidigerinnen ausgeschieden
Die Titelverteidigerinnen Liezel Huber und Lisa Raymond haben den Finaleinzug im Doppelwettbewerb verpasst. Das US-Gespann musste sich in der Vorschlussrunde den Tschechinnen Andrea Hlavackova und Lucie Hradecka in 1:21 Stunden mit 6:7 (6:8), 1:6 geschlagen geben.
Im Endspiel treffen Hlavackova/Hradecka überraschenderweise auf Maria Kirilenko/Nadia Petrowa (Russland), die die Branchenführerinnen Sara Errani/Roberta Vinci aus Italien mit 1:6, 6:3, 10:4 besiegten.
Errani und Vinci hatten in diesem Jahr die Grand-Slam-Turniere in Paris und New York gewonnen. Bei den US Open hatten sie im September im Finale Hlavackova und Hradecka bezwungen, die bei Olympia in London Silber geholt hatten.
VIDEO: Höhepunkte Williams gegen Radwanska
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