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    WM - Neuer widerspricht Löw

    Torhüter Manuel Neuer hat als Konsequenz aus dem historischen 4:4 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Schweden im deutlichen Kontrast zu Bundestrainer Joachim Löw ein größeres Augenmerk der gesamten Mannschaft auf die Abwehrarbeit angemahnt. "Wir müssen alle defensiver denken", sagte der Schlussmann des FC Bayern München in einem Interview des Fachmagazins "Kicker".

    Löw hat dagegen ausdrücklich betont, dass es auch nach dem verspielten 4:0-Vorsprung in dem WM-Qualifikationsspiel zur "Angriffsphilosophie" des DFB-Teams "keine Alternative" gebe. Neuer zieht aus den Erfahrungen der vergangenen Monate andere Schlüsse. "Vielleicht muss einfach mal im Vordergrund stehen: Wir spielen heute zu null, das hat Priorität."

    Als Torwart würde er sich diese Zielsetzung als "Hauptvorgabe" für ein Länderspiel wünschen. Neuer beklagt die fehlende Stabilität schon seit längerer Zeit. Er nannte etwa den 4:2-Sieg bei der EM gegen Griechenland oder den jüngsten 2:1-Erfolg in Österreich.

    "Wir müssen lernen, die Prioritäten anders zu setzen", forderte der Führungsspieler. Gegen Schweden sei es beim verspielten Vier-Tore-Vorsprung das "Problem" gewesen, "dass wir nichts geändert haben". Bundestrainer Löw hat inzwischen eigene Coaching-Fehler bei der Partie eingeräumt.

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