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    Weltmeisterschaft - Heuberger: "Druck macht man sich selber"

    Der Mann hat Mut. Handball-Bundestrainer Martin Heuberger geht mit einer jungen Garde in die WM 2013 in Spanien. Der 48-Jährige musste auf einige arivierte Kräfte verzichten und überraschte mit seinem Verzicht auf Spielmacher Michael Kraus. Im Interview erklärt Heuberger, warum er so entschieden hat und wo die Chancen und Risiken seiner Mannschaft beim WM-Turnier liegen.

    Sie haben vor der Nominierung für die Weltmeisterschaft im Januar in Spanien eine Berufung von Michael Kraus lange offen gelassen. Haben Sie wirklich bis zum Ende überlegt oder war Ihnen schon früher klar, dass Sie den Weg ohne Kraus gehen würden?

    Martin Heuberger: Ich habe bis zuletzt überlegt. Wir hatten einige Fragezeichen, beispielsweise hinter Christophersen und Kneer. Kraus spielte auch in den Überlegungen für den linken Rückraum eine Rolle. Ich habe dann aber nach den Absagen von Glandorf und Kaufmann entschieden, dass wir die Verjüngung konsequent vorantreiben. Deshalb erhält nun Steffen Fäth eine Chance.

    Haben Sie sich vor der Entscheidung gegen Kraus die Rückendeckung des Deutschen Handballbundes geholt? Bei einem schlechten Abschneiden wird Ihnen der Name Kraus sicher schnell vorgehalten...

    Heuberger: Ich bin für den sportlichen Bereich verantwortlich und habe nur mit meinem Co-Trainer Frank Carstens gesprochen. Ich wurde 2011 als Cheftrainer eingestellt, weil ein Umbruch vonnöten ist und weil ich die jungen Spieler gut kenne. Dass das jetzt etwas schneller vonstatten geht, ist halt so. Ich glaube an die Stärken der Jungs.

    Sie gehen nun mit einem jungen, größtenteils international unerfahrenen Kader in die Weltmeisterschaft. Wo sehen Sie Chancen, wo ein Risiko?

    Heuberger: Ich bin grundsätzlich ein positiv denkender Mensch. Gewisse Drucksituation sind bei einer WM für die jungen Leute aber natürlich da. Es ist daher wichtig, dass wir auch einige gestandene Spieler dabei haben und dass wir auf die paar Säulen aufbauen können. Mit ihrer Hilfe wird es uns gelingen, als Team zu überzeugen und eine gute Leistung abzurufen. Wir brauchen eine starke Leistung in der Abwehr und starke Torhüter. Im Angriff wollen wir über das Kollektiv zum Erfolg kommen."

    Nach dem schwachen Auftritt gegen Montenegro in der EM-Qualifikation ist der Druck größer geworden. Spüren Sie das vor Ihrem zweiten großen Turnier?

    Heuberger: Den Druck macht man sich in erster Linie selber, aber von außen ist dieser natürlich nach der Niederlage gegen Montenegro auch größer. Damit muss man leben in meiner Position. Wichtig ist für uns, dass wir Selbstvertrauen sammeln. Das hat zuletzt gelitten, aber wir wollen es uns in der Vorbereitung zurückholen.

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