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    Wasserspringer gehen leer aus

    Sascha Klein und Martin Wolfram haben den deutschen Wasserspringern nicht die ersehnte Medaille bescheren können. Im letzten Wettkampf musste sich der WM-Dritte Klein vom Turm nach 496,30 Punkten mit dem zehnten Platz begnügen. Olympia-Debütant Wolfram kam mit 506,65 Zählern auf Rang acht.

    In der wohl spannendsten Olympia-Entscheidung vom Turm holte sich der WM-Zweite David Boudia (USA) den Sieg.

    Der von Sprung-Legende Greg Louganis betreute Amerikaner kam auf 568,65 Punkte und verwies Chinas Weltmeister Qiu Bo knapp auf den Silberrang. Bronze an den Briten Thomas Daley (556,95). 17 000 Zuschauer, untern ihnen Englands Fußball-Ikone David Beckham, feierten den heimischen Heroen frenetisch.

    Der Dresdner Wolfram legte direkt stark los. Nach 77,40 Punkten im Vorkampf und 91,80 im Halbfinale erhielt er im Finale für den Handstand-Doppelsalto rückwärts mit zweieinhalb Schrauben diesmal 97,20 Punkte und setzte sich gemeinsam mit Boudia an die Spitze, der aber im Gegensatz zum 20-Jährigen vorne blieb.

    Daley darf Sprung wiederholen

    Für Aufsehen sorgte im ersten Durchgang Lokalmatador Daley. Weil sich der Brite durch ein Blitzlicht gestört fühlte, durfte er noch einmal ran. Statt 75,60 Zählern für den zweieinhalbfachen Salto rückwärts mit zweieinhalb Schrauben gab es in der Wiederholung 91,80. Eine fragwürdige Entscheidung. Wiederholt gab es Durchsagen in der Halle, kein Blitzlicht zu benutzen.

    Klein startete weniger furios als Wolfram. Als Neuntem der ersten beiden Durchgänge missglückte ihm in der dritten Runde der Handstand-Dreifachsalto rückwärts. Nur 66,50 Punkte bedeuteten das Aus aller Medaillenhoffnung, er fiel auf Rang zwölf zurück. Auch Wolfram lag zur Halbzeit als Siebter schlechter als zuvor im Rennen und verabschiedete aus dem Kampf um die Podestplätze. Er fasste sich wiederholt mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Schulter, fuhr aber immerhin das zweitbeste Punkte-Ergebnis der Karriere ein.

    Medaille für toten Vater

    Schon im Halbfinale hatte sich Klein "ein bisschen schwer gefühlt". Und auch im Endkampf konnte er nicht wie gehofft auftrumpfen, dort war er schlechter als in den Vorkämpfen. Anders als bei der WM in Shanghai vor einem Jahr, als er hinter Qiu Bo und Boudia Dritter wurde, musste er diesmal anderen zum Medaillengewinn gratulieren. Damit bleibt der vierte Platz von Patrick Hausding im Kunstspringen vom Drei-Meter-Brett das beste deutsche Wassersprung-Ergebnis in London.

    "Bronze ist hier wie Gold" hatte Daley, Weltmeister von 2009, vor dem Finale betont. Am Ende durfte der sich 18-Jährige über Bronze freuen. Er springe auch für seinen verstorbenen Vater, hatte Daley gesagt. Erleichtert fiel er nach seinem letzten Sprung vor den Augen von Mutter und Brüdern in die Arme seines Trainers.

    Wolfram verletzt

    Martin Wolfram hat bei seinem letzten Sprung die Schulter ausgekugelt. Das berichtete Bundestrainer Lutz Buschkow kurz nach dem Wettkampf am Samstag in London. Der Springer sei auf dem Weg in die Klinik im olympischen Dorf, es gehe ihm aber schon wieder besser. "Er war schon unter Lachgas gesetzt und hat geschmunzelt", sagte Buschkow. "Er hat unheimlich gekämpft", lobte der Bundestrainer.

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