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    Schwerer Unfall: Vukcevic in Lebensgefahr

    Boris Vukcevic von 1899 Hoffenheim ist bei einem Autounfall lebensgefährlich verletzt worden und liegt im künstlichen Koma. Wie der Verein mitteilte, stieß der 22 Jahre alte Profi mit seinem Wagen nahezu frontal mit einem Lastwagen zusammen und erlitt dabei schwere Kopfverletzungen.

    Vukcevic wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Heidelberger Krankenhaus geflogen, wo ihn die Ärzte nach einer Notoperation in ein künstliches Koma versetzten.

    "Diese Nachricht hat uns erschüttert. Mannschaft, Trainer, alle hier sind geschockt. Unsere Gedanken sind bei Boris und seiner Familie", sagte Hoffenheims Manager Andreas Müller. Der Zustand des Mittelfeldspielers sei kritisch, der weitere Heilungsverlauf derzeit nicht absehbar, hieß es in einer Mitteilung des Vereins.

    Das Bundesligaspiel gegen den Tabellenletzten FC Augsburg geriet für die Hoffenheimer schlagartig zur Nebensache. Im Mannschaftshotel berieten die Vereinsverantwortlichen mit den entsetzten Spielern über eine mögliche Verlegung der Partie.

    Aller Voraussicht nach wird 1899 Hoffenheim trotz des schweren Autounfalls zum Heimspiel gegen den FC Augsburg antreten. Das erklärte Pressesprecher Holger Tromp . "Es gibt keinen Antrag auf Spielabsetzung", sagte Tromp der Nachrichtenagentur dpa. "Die Mannschaft hat sich dafür ausgesprochen, zu spielen", fügte Tromp hinzu, erklärte aber auch, dies gelte vorbehaltlich einer neuen Entwicklung.

    Sachverständiger soll Unfallursache klären

    Vukcevic war gegen 13.40 Uhr auf der Bundesstraße 45 zwischen Bammental und Mauer (Rhein-Neckar-Kreis) aus noch ungeklärten Gründen an einer Steigung auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit einem 40 Tonnen schweren Lkw zusammengestoßen. Dessen Fahrer wurde dabei nach Polizeiangaben leicht verletzt. Die genaue Unfallursache soll durch einen von der Staatsanwaltschaft Heidelberg eingesetzten Sachverständigen geklärt werden.

    Der in Kroatien geborene Vukcevic wechselte 2008 aus der Nachwuchsabteilung des VfB Stuttgart nach Hoffenheim, für die er in der Saison 2009/10 gegen den Ex-Club sein Bundesligadebüt feierte. In bisher 78 Spielen erzielte der U 21-Nationalspieler sechs Tore. Nachdem der offensive Mittelfeldspieler in der Vorsaison wegen einer Verletzung fast die gesamte Hinrunde verpasst hatte, gehörte er in dieser Spielzeit zur Stammelf von Trainer Markus Babbel. Bei der 3:5-Niederlage in Freiburg hatte Vukcevic seinen ersten Saisontreffer erzielt.

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