Die Lehren:
Fortuna Düsseldorf bleibt zuhause eine Macht und auch in der Bundesliga ohne Heimniederlage im laufenden Jahr. In der Offensive hat der Aufsteiger zwar noch Luft nach oben, defensiv ließen die Fortunen gegen den Europa-League-Teilnehmer jedoch fast nichts zu.
Borussia Mönchengladbach muss sich an die Doppelbelastung aus internationalem und nationalem Wettbewerb erst noch gewöhnen. Drei Tage nach der verpassten Qualifikation für die Champions League fehlte den "Fohlen" Frische und Schnelligkeit.
Die Stimmen:
Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Das Unentschieden ist nicht schlecht, denn es ist immer schwer am Anfang gegen einen Aufsteiger spielen zu müssen. Die beiden anderen Aufsteiger haben schließlich gewonnen. Düsseldorf war gut organisiert, daher war es schwer für uns die Lücke zu finden."
Filip Daems (Borussia Mönchengladbach): "Das war ein Derby mit viel Kampf von beiden Seiten. Fußballerisch war das nicht gut, daher ist das 0:0 ein gerechtes Ergebnis."
Tobias Levels (Fortuna Düsseldorf): "Es war schade, dass nur 30.000 hier sein durften. Mit dem Remis können wir leben, denn wir haben nun vier Punkte aus zwei Spielen und noch kein Gegentor. Das ist ordentlich für einen Aufsteiger."
Die Highlights:
2. Nach einem langen Einwurf faustet Giefer den Ball in die Mitte, direkt vor die Füße von Stranzl. Der Österreicher schafft das Kunststück den Ball über das leere Tor zu jagen.
29. Toller Spielzug der Gladbacher: Herrmann schickt Arango auf rechts, der den Ball mit dem linken Außenrist in die Mitte flankt. Dort steht de Jong und nimmt den Ball volley, hat aber Pech, dass Giefer richtig steht und mit viel Glück pariert.
78. Eckball für Fortuna: Schahin kommt zum Kopfball und setzt ihn nur knapp übers Tor.
Der Kracher: Perls Spielleitung
Trotz Derby-Atmosphäre und Zuschauerausschluss hatte Schiri Günther Perl die Partie zu jeder Zeit unter Kontrolle und sorgte mit seiner ruhigen, unauffälligen Art für ein reibungsloses Düsseldorfer Heimdebüt.
Im Abseits: Der neutrale Zuschauer
Kaum Torszenen, wenige Highlights, dafür viele Fehlpässe und Ballverluste. Ein Fußballfest war das sicher nicht in der ESPRIT-Arena. Die Fans im Stadion waren zufrieden, der neutrale Zuschauer wendete sich mit Grausen ab.
Die Statistik: 15
Seit 1997 mussten die Fans in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens auf Erstligafußball warten. Obwohl es am Ende kein Fußballfest war, gingen die Zuschauer im Stadion zufrieden nach Hause.
TV-Tipp:
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