Als härtester Kontrahent des Deutschen kristallisierte sich zumindest an diesem ersten Testtag aber Lewis Hamilton (McLaren) heraus.
Der Brite lag im ersten Training nur um fünf Hundertstel hinter dem Heppenheimer und verspielte im zweiten nur durch einen groben Fehler kurz vor dem Ziel eine ähnliche Zeit wie der Deutsche.
Nico Rosberg und Michael Schumacher, die beiden Mercedes-Fahrer, klassierten sich im zweiten Freien Training auf den Positionen acht und elf und damit leicht verbessert im Vergleich zum ersten Test.
Senna-Unfall sorgt für Unterbrechung
Besser machte es Nico Hülkenberg (Force India), der zweimal Siebter wurde. Timo Glock (Marussia) hatte seine direkten Konkurrenten im Hinterfeld gut im Griff und beschloss beide Einheiten als 19.
Im Gegensatz zum ersten Freien Training gingen die Formel-1-Piloten in der zweiten 90-minütigen Einheit des Tages früh auf die Strecke, um weitere Erkenntnisse zu sammeln. Und bereits nach zehn Minuten hatten sich die Zeiten beinahe auf dem Niveau der ersten Session eingependelt. Bei reichlich Fahrbetrieb stand vor allem die Arbeit mit den Reifen auf dem Programm.
Nach einem Unfall von Bruno Senna musste die zweite Session für mehrere Minuten unterbrochen werden. Der Brasilianer kam in einer Kurve etwas von der Linie ab und touchierte mit der linken Autoseite die Mauern von Singapur. Dabei ging hinten links die Aufhängung des Williams kaputt, was Senna in der nächsten Kurve zu einem Dreher zwang. Für ihn war das Training beendet, für die Streckenposten begann die Arbeit. Sennas Bolide musste mit einem Kran von der Strecke gehoben werden.
Vettel: "Mit vorn bei der Musik"
Vettel zeigte sich am Ende des Tages sehr zufrieden mit seinem Wagen. "Das Auto ist mit vorn bei der Musik. Es schaut ganz gut aus. Jetzt müssen wir uns in die Nacht stürzen und sehen, dass wir noch ein bisschen was rausholen", erklärte der Deutsche zuversichtlich.
Dabei begann die zweite Session für Vettel nicht nach Wunsch, klagte er zu Anfang über eine schwache Vorderachse beim Bremsen. Doch kaum war der Funkspruch gesendet, stand er auch schon auf Platz eins - und als es etwas später mit den superweichen Reifen auf Zeitenjagd ging, war Vettel wieder um 0,311 Sekunden schneller als Button.
Weniger optimistisch zeigte man sich dagegen bei Mercedes: "Wir müssen uns natürlich noch die Daten angucken, aber mein erster Eindruck ist nicht der beste. Ich habe die Zeiten verfolgt - und das sah sicherlich nicht ganz so berühmt aus", gab Sportchef Norbert Haug zu.
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