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    Torjäger van Persie ist weg, die Chance für Podolski da

    Das monatelange Gezerre um Robin van Persie ist beendet, der Niederländer wechselt für umgerechnet 29,2 Mio. Euro von Arsenal London zu Manchester United. Mit dem Abgang des Superstars ist ein Platz im Sturmzentrum der "Gunners" vakant geworden, Lukas Podolski könnte diesen ausfüllen.

    Lange hatte sich der Poker um van Persie gezogen. Arsenal wollte seinen Kapitän halten, Manchester City, Juventus Turin und United bemühten sich intensiv um die Dienste des Offensivspielers. Den Zuschlag erhielten letztendlich die "Red Devils". Am heutigen Donnerstag weilt der 29-Jährige in Manchester, um den obligatorischen Medizincheck zu absolvieren und den Vertrag zu unterschreiben.

    "Es ist schade, einen Spieler dieser Qualität zu verlieren", kommentierte Arsenal-Coach Arsène Wenger den Transfer im französischen Fernsehen. "Aber er hatte nur noch ein Jahr Vertrag bei uns, wir hatten keine Wahl", ergänzte der Franzose.

    Podolskis Chancen steigen

    Auf die Frage, ob man sich um Ersatz für van Persie bemühe, gab Wenger eine Antwort, die ein Deutscher in Diensten der "Gunners" gerne hören wird. "Wir haben vor der Saison Lukas Podolski und Olivier Giroud verpflichtet", sagte Wenger und untermauerte damit Podolskis Aussichten auf einen Stammplatz.

    Mit dem Abgang van Persies hat der ehemalige Kölner einen hochkarätigen Konkurrenten im Angriff des FC Arsenal weniger. Zudem hatte sich Wenger vor wenigen Tagen positiv über den deutschen Nationalspieler geäußert und Hoffnungen geweckt, dass der 27-Jährige beim Premier-League-Auftakt gegen Sunderland (Samstag, ab 16:00 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de) in der Startformation stehen könnte.

    Gute Aussichten auf einen Stammplatz

    "Wir sind sehr zufrieden mit ihm. Er wird auf jeden Fall im Aufgebot stehen, und er hat auch eine sehr gute Chance, von Anfang an zu spielen", sagte Wenger am Rande des Testspiels zwischen Arsenal und dem 1. FC Köln (4:0), in dem Podolski zwei Treffer gegen seinen Ex-Klub beisteuerte.

    Welchen Platz van Persie bei Manchester United einnehmen wird ist noch unklar. Gemeinsam mit Superstar Wayne Rooney könnte der Niederländer ein Sturm-Duo bilden, dass in dieser Konstellation Offensivkraft auf höchstem Niveau verspricht.

    Trio verspricht pure Offensivkraft

    240 Premier-League-Tore haben Rooney (144) und van Persie (96) auf dem Konto, hinzu kommen zahlreiche Treffer im Nationaltrikot und der Champions League. Flankiert werden könnte das Sturm-Duo von Shinji Kagawa, der vor der Saison von Borussia Dortmund zum englischen Vizemeister gewechselt war und sich mit starken Testspielen wohl in die Startelf gegen Everton (Montag, ab 21:00 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de) gespielt hat.

    Trainer Alex Ferguson will seinen Neuzugang schon zum Saisonauftakt spielen lassen. "Wir hoffen, dass er Montagabend einsetzbar ist", erklärte der Schotte auf der vereinseigenen Internetseite und drückte zugleich sein Freude über den Transfer aus. "Es ist großartig, wenn ein Spieler von seiner Qualität in eine Mannschaft kommt".

    Van Persie, Rooney, Kagawa. Diese Konstellation bringt nicht nur die United-Fans ins Schwärmen, auch van Persies künftige Teamkollegen sind voller Vorfreude auf die Ankunft des Niederländers.

    Mitspieler geraten ins Schwärmen

    "Van Persie bei United? Das ist ein echter Hammer. Er hat eine sehr starke Saison gespielt und ist eine ideale Ergänzung für unser Team. Das gibt uns viel Auftrieb für die kommende Saison", kommentierte United-Mittelfeldspieler Michael Carrick den Transfer.

    Carricks Teamkollege Tom Cleverley fasste sich kurz, brachte die Dinge aber auf den Punkt. "Van Persie ist ein großartiger Spieler, der uns nur stärker machen kann", sagte Cleverly am Rande des Freundschaftsspiels zwischen England und Italien (2:1).

    Arsenal-Fans reagieren verärgert

    Weniger begeistert zeigten sich die Arsenal-Fans, die van Persie nach der Vollzugsmeldung via Twitter und Facebook Hochverrat vorwarfen. Dass dies nicht verwunderlich ist, liegt auf der Hand. Einerseits ist Manchester United der Erzrivale der Londoner, andererseits sehnen sich die Anhänger nach Titeln und können nur schwer nachvollziehen, dass van Persie innerhalb der Liga verkauft wurde.

    Zudem ist der Niederländer der erste Arsenal-Spieler seit 25 Jahren, der zu United wechselt. 1987 war es Außenverteidiger Viv Anderson, der das Trikot der "Gunners" gegen das der "Roten Teufel" tauschte. Anderson fand sich nur selten bei Manchester zurecht, verlor seinen Platz im englischen Nationalteam und kehrte Manchester nach nur 56 Spielen den Rücken.

    Bliebt abzuwarten, ob die Van-Persie-Ära länger anhält.

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