Die Tore vor 11.000 Zuschauern erzielten Caner Erkin (30. Minute) und Mustafa Pektemek (70.). Rekordnationalspieler Anatoli Timoschtschuk stand nicht im Aufgebot der Ukraine und durfte sich auf der Bank für die Auftaktpartie gegen Schweden (11. Juni) schonen. Die Verantwortlichen führten eine Lebensmittelvergiftung als Grund für sein Fehlen und die Schwächung der Mannschaft an. Neben den Skandinaviern sind Frankreich und England die Gruppengegner der früheren Sowjetrepublik bei deren erster EM-Endrunden-Teilnahme.
Blochin schont seine Stars
Nach dem 4:0-Sieg gegen Estland und dem 2:3 gegen Österreich gab es kurz vor Turnierstart eine weitere Niederlage für das Team von Blochin. Der Coach ließ neben Timoschtschuk auch seine Offensiv-Kräfte Andrej Schewtschenko (Dynamo Kiew) und Andrej Woronin (Dynamo Moskau) auf der Bank. Altstar Schewtschenko kam im Gegensatz zum Ex-Bundesligaprofi nach der Pause, übernahm das Kapitäns-Amt. Der schwachen Begegnung konnte er trotz eines Lattentreffers (85.) aber keine Wende mehr geben.
Im Stadion von Zweitligist FC Ingolstadt taten die Türken um Kapitän Hamit Altintop insgesamt mehr für das Spiel und siegten auch verdient. Bei den beiden Treffern war der ukrainische Keeper Andrej Pjatow machtlos. Der Torhüter von Meister Schachtjor Donezk war von Blochin nach der Verletzung der etatmäßigen Nummer 1 Alexander Schowkowski (Dynamo Kiew) zum neuen Stammtorhüter ernannt worden. Auszeichnen konnte er sich am Dienstagabend aber nicht.
Dank der Unterstützung von einigen Tausend Fans war die von Bundesliga-Schiedsrichter Michael Weiner geleitete Partie für die Türkei eine Art Heimspiel, bei dem eine Hand voll türkische Anhänger im zweiten Spielabschnitt über den Rasen flitzte. Kurz danach machte Pektemek per Konter alles klar.
Die türkische Auswahl hatte die EM-Endrunden-Teilnahme gegen Kroatien in den Playoffs verpasst. In ihrer Qualifikationsgruppe war sie hinter der deutschen Nationalmannschaft zuvor Zweiter geworden.
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