Die Feierlaune des spanischen Nationalspielers hielt nach dem Erfolg in der Münchner Allianz Arena nicht lange an. Der spanischen Zeitung "AS" gegenüber ließ er seinem Frust freien Lauf. Seine nicht Berücksichtigung für die Startelf im Finale habe ihn bitterlich enttäuscht. Einzig die Unterstützung der Fans über die Saison sei Ansporn gewesen, nicht das "Handtuch zu werfen".
"In dieser Spielzeit habe ich Erfahrungen gemacht, wie niemals zuvor", sagte der Stürmer, dem es nicht gestattet wurde, im Elfmeterschießen gegen den FC Bayern Verantwortung zu übernehmen. "Sie haben mich in einer Art und Weise behandelt, die ich nicht erwartet hatte und nicht den Abmachungen entsprach, als ich den Kontrakt unterschrieb."
"Wir hatten viele Gespräche und werden uns am Saisonende zusammensetzen, um zu klären, was mit meiner Zukunft passiert. Was ich in dieser Saison erlebt habe, ist nicht Rolle im Team, die ich erwartet hatte. Ich bin unglücklich", so der frühere Liverpooler.
"Ein Sieg, wie der in München, kompensiert ein wenig, aber ich will wissen, wie es in Zukunft weitergeht", fordert Torres. "Im Moment empfinde ich, dass sich all der Aufwand im Fußball lohnt, aber ich hatte sehr schlechte Zeiten. Die schlimmste meiner Karriere und diese will ich nicht noch einmal durchleben."
Der Spanier war im Januar 2011 für 58,5 Millionen Euro von Liverpool zu Chelsea gewechselt und konnte seitdem die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Wie es mit dem 28-Jährigen weitergeht, steht nach dem starken Auftritt von Didier Drogba in den Sternen. Während der Ivorer sein Team zu Sieg in der "Königsklasse" schoss, hatte Torres auf der Bank lange Zeit sich Gedanken zu machen.
