In dieser Saison treten etwa 40 Fahrer mit der Absicht in dieser Klasse an, in deren Fußstapfen zu treten.
Dazu zählen Daniil Kvyat (Koiranen Motorsport), Stoffel Vandoorne und Alex Riberas (beide Josef Kaufmann Racing), die alle bereits beim letztjährigen Rennen einen positive Eindruck hinterließen, dieses Jahr aber sicherlich von einer Gruppe erfolgshungriger Newcomer, die den sofortigen Erfolg im Auge haben, stark herausgefordert werden.
Qualität und Quantität sind die Schlüsselwörter für den Formel Renault 2.0 Eurocup in dieser Saison. Bei einem Starterfeld von 40 Autos müssen die Fahrer konstante Leistungen bringen und Fehler weitestgehend vermeiden, wenn sie sich den Titel im Jahre 2012 sichern wollen, der mit einem Preisgeld von 500.000 Euro dotiert und mit einem Platz in der Serie Formel Renault 3.5 im nächsten Jahr verbunden ist.
Und da im Rahmen der vor der Saison durchgeführten Testfahrten auf der Strecke Paul Ricard, Barcelona, Motorland Aragon und Navarra, 20 Teilnehmer nur durch eine Sekunde voneinander getrennt waren, ist ein harter Wettkampf bereits vorprogrammiert.
Die Fahrer, die beim letzten Rennen bereits eine wichtige Rolle spielten, verlassen sich auf ihr Know-how, um frühzeitig eine gute Platzierung in der Gesamtwertung zu erreichen. Als Drittplatzierter des Jahres 2011 und als Gewinner zweier Rennen geht Kvyat als Favorit ins Rennen. Der Fahrer des Red Bull Junior Teams gestaltete den Auftakt zur neuen Saison mit zwei Siegen beim ersten Rennen der Formel Renault 2.0 Alps in Monza vor einigen Wochen äußerst erfolgreich.
Gegen den Russen treten bereits im zweiten Jahr in Folge Vandoorne, Riberas, Paul-Loup Chatin und Oscar Tunjo (beide Tech1 Racing), Timmy Hansen (Interwetten.com Junior Team) und Norman Nato und Javier Tarancon (beide RC Formula) an, die im Jahre 2011 alle mindestens einmal auf dem Siegerpodest standen.
Aus dieser Gruppe zeigte Vandoorne im Rahmen der Testfahrten vor der Saison die konstantesten Leistungen. Der Fahrer des RACB National Teams, der in dieser Saison zu Josef Kaufmann Racing wechselte, bewies seine Topform mit zwei frühen Siegen beim Formel Renault 2.0 NEC in Hockenheim. Und da der Belgier Robin Frijns auf dem Weg zur Meisterschaft in der Formal Renault 2.0 im Jahre 2011 in allen Rennen mindestens als Fünftplatzierter ankam, ist er sich bewusst darüber, dass er Ergebnisse am laufenden Band wird liefern müssen.
Nachdem beide in Katalonien im letzten Herbst jeweils ein Rennen gewinnen konnten, strebt das spanische Rennfahrerduo Riberas und Tarancon nun nach einem erneuten Heimsieg, wenn am Samstag, 5. Mai, die Ampeln für das erste Saisonrennen auf der Strecke Motorland Aragon auf grün schalten.
Die Newcomer können sich in der Zwischenzeit an den Beispielen von Kevin Korjus und auch Frijns orientieren, die beide in den Jahren 2010 bzw. 2011 den Titel aus dem Stand holten und seitdem in der Formel Renault 3.5 fahren.
Oliver Rowland (Fortec Motorsports), Zweitplatzierter der Formel Renault UK im vergangenen Jahr, steht auf der Liste der Newcomer, auf die man achten sollte, ganz oben, während der Meister der französischen F4-Rennserie aus dem Jahre 2011, Matthieu Vaxiviere (Tech 1 Racing), der Gewinner der Toyota Rennserie 2012 Nick Cassidy (Fortec Motorsports), Pierre Gasly (R-Ace Grand Prix) und Jordan King (Manor MP Motorsport) aufgrund der gezeigten Leistungen im Rahmen der Testfahrten ein Wörtchen mitzureden haben sollten.
Zu guter Letzt gibt es eine Gruppe talentierter junger Kartfahrer, auf die man achten sollte. Der Doppel-Kartweltmeister der CIA-FIA Nick de Vries (R-Ace Grand Prix) steht besonders unter Beobachtung, nicht zuletzt durch das McLaren Driver Development Programme, in das er aufgenommen wurde. Weitere Newcomer, auf die zu achten sein wird, sind der ehemalige Gegner von DeVries im Kartsport und Fahrer des Red Bull Junior Teams, Alex Albon (Epic Racing), Stefan Wackerbauer (Koiranen Motorsport) und der 15-jährige Esteban Ocon (Koiranen Motorsport), der trotz der Tatsache, dass er der jüngste Fahrer im Starterfeld ist, bereits in das Programm iRace Professional aufgenommen wurde, das Formel-Eins-Entwicklungsprogramm von Gravity.
