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    Top-Paarungen im Halbfinale

    Im Halbfinale des Shanghai Masters kommt es zu den Traumpaarungen Judd Trump gegen Mark Williams und John Higgins gegen Shaun Murphy. In der Runde der letzten Acht hatte Trump mit seinem 5:4 über Graeme Dott für ein Top-Match gesorgt, das erst durch einen Entscheidungsframe entschieden wurde.

    Der 23-Jährige Trump war mit einer 73 in die Begegnung gestartet, doch bei feuchten Bedingungen taten sich beide in der Folge manchmal etwas schwer. Im vierten Frame vergab Dott die Chance zum Ausgleich, als er sich nach 34 Punkten verstellte. Mit einer 63 erhöhte Trump auf 3:1 und ließ nach der Pause eine 52 zum 4:1 folgen.

    Doch das Match war damit noch nicht vorbei. Gewohnt energisch erkämpfte sich Dott den sechsten Frame und ließ dann dank Breaks von 47 und 60 Punkten das 3:4 folgen. Im achten Frame sorgte der Schotte für einen Höhepunkt: Er konnte fast nur mit Blau spielen, musste den Spielball immer sehr weite Wege laufen lassen und hatte doch eine Serie von 108 Punkten auf dem Konto, als er den Tisch abgeräumt hatte. Damit mussten beide also in einen Entscheidungsframe. Trump war der Druck schon anzumerken. Aus seiner ersten Chance machte er nur 25 Punkte, ehe er Schwarz vom Spot verschoss. Aber als Dott zwei lange Einsteiger knapp verpasst hatte behielt Trump bei seiner nächsten Chance die Nerven und beendete das Match mit einer 101.

    131 für Perry

    Ein Kopf-an-Kopf-Rennen war das 5:4 von Mark Williams über Joe Perry. Mit einer 72 war Perry in das Match gestartet, doch danach kam lange Zeit keiner der beiden mehr in ein hohes Break. Aber es konnte sich auch niemand vom Gegner lösen. Als Williams mit 4:3 führte spielte Perry dann aber eine 131 und erzwang so den Entscheidungsframe; gleichzeitig egalisierte er damit das bisher höchste Break beim Shanghai Masters von Matthew Stevens.

    Im neunten Durchgang aber schaffte Williams, der sich am Tag zuvor bei einem Unfall mit einem Segway die Hand verletzt hatte, plötzlich eine 75, sein mit Abstand höchstes Break im gesamten Match.

    Aus dem erhofften schnellen Sieg wurde nichts, aber am Ende setzte sich John Higgins doch durch: Mit 5:3 schlug der Schotte, der von einer heftigen Erkältung gequält wurde, Ali Carter und erreichte so das Halbfinale des Shanghai Masters. Higgins war brillant gestartet: Nach Breaks von 103, 69 und 57 Punkten führte er zur Pause mit 3:1. Lediglich im dritten Frame hatte Carter das Tempo verzögert und so zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt. Als Higgins nach Wiederbeginn seine Führung sogar auf 4:1 ausbaute schien er nicht mehr gefährdet werden zu können.

    Higgins macht es noch einmal spannend

    Im sechsten Frame bekam Ali Carter noch eine Chance, doch nach 41 Punkten verschätzte er sich: Pink passte doch noch auf den Spot und so kam der Engländer nicht mehr an eine freie Rote. Sein Frust-Stoß danach öffnete den ganzen Tisch für Higgins. Der hatte die Vorschlussrunde schon in Sichtweite, ehe er nach 60 Punkten die letzte Rote auf die gelbe Tasche verschoss. Carter räumte den Tisch mit 32 Punkten ab und verkürzte, davon beflügelt, im nächsten Frame sogar auf 3:4. Im achten Frame führte Higgins schon mit 38:0, als bei einer Safety von Carter der langsame Spielball etwas abzulaufen schien. Diese Chance ließ sich Higgins nicht mehr nehmen und machte mit einer 42 alles klar.

    Shaun Murphy hatte beim 5:1 über Stuart Bingham leichtes Spiel. Murphy zeigte eine gute Leistung, profitierte aber auch davon, dass Bingham seine Form über Nacht verloren zu haben schien. Nichts gelang dem früheren Australien Open Champion. Mit einem Top-Break von 72 Punkten zog Murphy auf 4:0 davon. Im fünften Frame verlor der Ex-Weltmeister dann kurz den Faden und erlaubte Bingham so den Ehrenframe; dabei schaffte Bingham auch mit 20 Zählern sein Top-Break im gesamten Match. Im sechsten Frame war Murphy dann aber wieder in der Spur und beendete mit einer 84 die einseitige Partie.

    TV-Tipp:

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