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    Tischtennis-Damen weinen: Halbfinale ade

    Wie begossene Pudel verließen Deutschlands Tischtennis-Damen die Spielbox. Mit bedröppelter Miene und Tränen in den Augen versuchten sie das vorzeitige Olympia-Aus zu erklären. Die 0:3-Pleite gegen Mitfavorit Japan im Viertelfinale hatte das Team von Bundestrainerin Jie Schöpp schwer getroffen.

    "Ich spiele das ganze Jahr gut, und dann so ein Mist", sagte Irene Ivancan mit verzweifelter Stimme. "Schon wieder ein Aus im Viertelfinale. Woran liegt das? Ich weiß es nicht. Es ist so bitter."

    Die EM-Zweite aus Berlin, mit 29 Jahren die Älteste im Team, ließ ihren Gefühlen freien Lauf. Ähnlich wie bei der Heim-WM im Mai in Dortmund, als die DTTB-Auswahl zweimal mit 0:3 gegen Nippons Töchter verloren hatte, reichten drei Satzgewinne und mehrere ungenutzte Chancen nicht, um die an Position zwei gesetzten Japanerinnen ins Wanken zu bringen.

    "Das erste Spiel war wichtig. Ich bin sehr, sehr traurig", erklärte Ex-Europameisterin Jiaduo Wu (Kroppach). Sie vergab im Auftakteinzel gegen Kasumi Ishikawa einen Matchball.

    Blick auf 2016

    "Jeder hatte sich mehr erhofft", sagte ihre Clubkollegin Kristin Silbereisen. Sie war im Doppel mit Wu chancenlos. "Wir haben unsere Pflicht getan, jeder hat gekämpft", bilanzierte Bundestrainerin Jie Schöpp. Das klingt nicht unbedingt nach einem Super-Zeugnis. Weder im Einzel noch in der Mannschaft gelang ein Überraschungssieg. Weil es in Peking aber nur Niederlagen gehagelt hatte, bedeutete der fünfte Platz rein zahlenmäßig eine Verbesserung gegenüber 2008.

    "Wu hat gegen eine Weltklasse-Spielerin sehr gut gespielt. Die anderen waren gut. Auf dieser Basis wollen wir weiterhin bauen", erklärte Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig. "Wir wollen auch 2016 bei Olympia mitmachen. Das ist mein Ziel", sagte Schöpp. Ob mit dem gleichen Personal oder mit jüngeren Spielerinnen, konnte sie noch nicht sagen. "Vielleicht gewinnen ja die Kleinen was", giftete die gefrustete Ivancan.

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