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    Hamilton holt Pole, Vettel verzockt sich

    Die deutschen Formel-1-Stars spielten beim Kampf um die begehrte Pole-Position kein Rolle. Nico Rosberg als Siebter, Titelverteidiger Sebastian Vettel als Achter und Rekord-Weltmeister Michael Schumacher als Neunter müssen beim Großen Preis von Spanien eine rasanten Aufholjagd starten.

    Lewis Hamilton erwies sich in einer verrückten Qualifikation zum Europa-Auftakt in Barcelona erneut als bärenstark und holte die 150. Pole-Position für McLaren. "Das war eine meiner besten Runden", sagte er strahlend.

    Vettel versuchte ganz zum Schluss vergeblich, auf dem Circuit de Catalunya noch die Bestzeit zu knacken. Als der Red-Bull-Pilot aus Heppenheim bemerkte, dass dies nicht klappt, brach er die Runde ab.

    "Ich wäre glücklicher, wenn ich ganz vorne wäre. Das fuchst einen natürlich", räumte er frustriert ein. "Man muss es akzeptieren, dass die andern schneller waren." Der zweimalige Champion hatte sogar mit einem Föhn den besonders beanspruchten rechten Vorderreifen gekühlt. Aber auch diese verzweifelte Aktion half nichts.

    "Kräfteverhältnis hat sich geändert"

    Mercedes-Pilot Schumacher (Kerpen) verzichtete sogar komplett auf einen ernsthaften Versuch. "Es war für uns einfach nicht mehr drin. Beim Qualifying, was unsere Stärke war, sind wir eher ins Hintertreffen geraten. Das Kräfteverhältnis hat sich sicherlich verändert", konstatierte der sechsmalige Spanien-Sieger. "Das Rennen wird eine schwierige Nummer für uns."

    Als einziger der drei Deutschen, die die dritte Runde erreicht hatten, gab Rosberg im zweiten Silberpfeil richtig Gas. "Es war insgesamt sehr schwierig heute", urteilte der Wiesbadener. Resultat und Verlauf dieses Qualifyings bezeichnete Rosberg als "schon echt komisch". Nico Hülkenberg (Emmerich) belegte im Force India den 14. Rang. Marussia-Pilot Timo Glock (Wersau) wurde 22.

    Hamilton sicherte sich bereits zum dritten Mal in dieser Saison die Pole-Position. Der Brite benötigte 1:21,707 Minuten auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs und fuhr damit in einer anderen Liga als die Konkurrenz. Für eine Sensation sorgte Pastor Maldonado: Der Venezolaner belegte im Williams mit 0,578 Sekunden Rückstand Rang zwei vor Ferrari-Rivale Fernando Alonso. Der Spanier hat damit gute Chancen auf einen Sieg bei seinem Heimrennen.

    Whitmarsch verurteilt Vettel & Co.

    Vettel und Schumacher haben nun allerdings den Vorteil, beim fünften Saisonlauf ihre Reifen beim Start frei wählen zu können. Zudem sparten sie mindestens einen Satz. "Wir haben uns von vornherein überlegt, die Reifen zu sparen", räumte Vettel ein. Der 24-Jährige rechnet sich sogar Chancen aus, seinen Vorjahressieg wiederholen zu können: "Es ist alles drin, wir haben dieses Jahr schon sehr turbulente Rennen gesehen."

    McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh verurteilte die Qualifikations- Verweigerer: "Die Leute wollen die Top Ten da vorne sehen. Während der Session fängst du an zu überlegen, ob wir als Formel 1 wirklich die Show bieten, die wir bieten sollten."

    Vor dem Europa-Auftakt führt Vettel mit 53 Punkten. Hamilton (49) folgt auf dem zweiten WM-Rang vor Mark Webber im zweiten Red Bull (48). Der Australier hat es von Startplatz zwölf aus allerdings ebenso schwer wie der Gesamtvierte Jenson Button (43 Punkte). Der Brite landete in der Qualifikation im McLaren nur auf Rang elf.

    VIDEO - GP Spanien: Eine Runde mit Vettel

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