Erstmals seit vielen Jahren geht die "Squadra Azzurra" ohne übermäßigen Erfolgsdruck in ein Turnier, in dem sie für viele dennoch zu den Geheim-Favoriten zählt.
In Südafrika war Italien als Titelverteidiger ohne einen einzigen Sieg schon in der Gruppenphase gescheitert. Italiens WM-Helden von 2006 wurden unsanft in Rente geschickt, junge Spieler überfordert und die Fans geschockt. Trainer Marcello Lippi zog noch in Johannesburg die Konsequenzen und trat zurück.
Zwei Jahre später bestaunen die "Tifosi" ein kleines Fußball-Wunder: Ungeschlagen hat sich der Europameister von 1968 mit acht Siegen und nur zwei Gegentoren so früh und souverän wie nie für eine EM qualifiziert. "Das ist ja ganz untypisch für uns, wo wir es doch sonst immer erst auf den letzten Drücker hinkriegen", meinte der erstaunte Torwart Gianluigi Buffon.
"Helden von Berlin" sollen es richten
"Nie hätten wir gedacht, dass wir so schnell so weit sind", sagt auch der neue Abwehrchef Giorgio Chiellini. Dessen Juve-Teamkollege Buffon ist einer der wenigen Weltmeister von 2006 im Team. Der Weltklassetorwart soll nicht nur der Defensive, sondern als Kapitän auch den vielen EM-Debütanten im Team Sicherheit vermitteln.
Neben Buffon und Abwehrchef Chiellini ist AS Roms-Mittelfeldstar Daniele De Rossi einer der Schlüsselspieler. Auch er gehörte zu den "Helden von Berlin". Für die brillanten Ideen soll Antonio Cassano sorgen. Der 29-Jährige ist nach seiner Herz-Operation aber gerade erst wieder zurückgekehrt. Am Osterwochenende lief der Angreifer erstmals wieder für seinen AC Mailand auf. Da Stürmer Giuseppe Rossi mit einem Kreuzbandriss ausfällt, könnte Antonio Di Natale von Udinese Calcio zum Zug kommen.
Video: Die Gruppe C im Check
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