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    Auf der Suche nach dem Sammer-Gen

    Der FC Bayern startet sein Trainingslager unter den Argusaugen des neuen Sport-Vorstands. Wohlfühl-Klima wird es am Gardasee nicht geben.

    Sein Büro im Spielertrakt an der Säbener Straße hat Matthias Sammer mittlerweile bezogen.

    Der neue Sportchef des FC Bayern will ganz nah dran sein an der Mannschaft, auch beim Start ins Trainingslager in Riva del Garda und Arco am Gardasee ist er hautnah dabei.

    In der Zeit bis zum 20. Juli wird er sich die anwesenden Spieler noch einmal genauestens anschauen und Einzelgespräche führen.

    Um die Personalie Javier Martinez kümmert sich indes Trainer Jupp Heynckes. Es ist kein Geheimnis, dass die Münchner die Hoffnung auf den defensiven Mittelfeldspieler von Athletic Bilbao noch nicht aufgegeben haben und dabei auf das Verhandlungsgeschick des Spanien-Kenners setzen.

    "Martinez versteht mein Sächsisch eh nicht", scherzte Sammer zuletzt. Er befindet sich ab sofort auf die Suche nach dem Sieger-Gen, das er mit seiner Spielweise als Aktiver lange Zeit verkörpert hat und den Bayern wieder einpflanzen soll. Dabei blickt er nicht unbedingt auf externe Kräfte, sondern vielmehr auf die vorhandenen.

    "Wir haben noch Entwicklungspotenzial"

    "Wir haben bereits eine sehr, sehr gute Mannschaft", hat er festgestellt. Was den Bereich weitere Neuzugänge anbelangt, sei er eher "ruhig". "Der FC Bayern ist letztes Mal drei Mal Zweiter geworden, viel hat also nicht gefehlt zu Platz 1", merkte er an. Seine Zielsetzung - speziell auch für die Tage am Gardasee - "Das Geheimnis zu Platz 1 müssen wir in erster Linie bei uns suchen, nicht außerhalb! Wir haben noch Entwicklungspotenzial."

    Interessant wird sein, wie Arjen Robben auf den neuen starken Mann im Verein reagiert. Sein Urlaub nach der EURO ist ebenso beendet wie der von Mario Mandzukic und Anatoli Timoschtschuk. Heynckes rechnet ebenfalls mit Claudio Pizarro. Der Peruaner leidet noch an den Folgen eines Muskelfaserrisses. "Ich glaube aber, dass er am Montag wieder zur Verfügung stehen wird und ins Mannschaftstraining einsteigt", so Heynckes.

    Franck Ribéry wird dagegen nicht am Trainingslager teilnehmen. Stattdessen wird der französische Nationalspieler in München in die Vorbereitung einsteigen.

    Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sagte der "Bild"-Zeitung: "Franck reist nicht ins Trainingslager nach, sondern bleibt hier. In München trainiert er dafür intensiv mit einem Fitnesstrainer." Die acht deutschen Nationalspieler können sich noch eine Woche entspannen, sie beginnen die neue Saison gleich mit der PR-Reise des deutschen Rekordmeisters nach China vom 22. bis 27. Juli.

    Neben den konditionellen Grundlagen stehen für die Bayern im Trentino auch zwei Testspiele auf dem Programm. Am Dienstag ist eine lokale Auswahlmannschaft der Gegner, am Freitag erfolgt der erste ernsthafte Test gegen den SSC Neapel. Bereits am Sonntagnachmittag steigt die erste Trainingseinheit auf dem Platz in Arco, ehe es am Abend einen offiziellen Empfang in Riva geben wird.

    Wieder ein optimaler Start?

    "Es wäre wichtig, dass wir uns im Trentino wieder das erarbeiten, was wir auch im letzten Jahr geschafft haben. Danach hatten wir einen optimalen Start", erinnert sich Rummenigge. Zum Auftakt in der Liga blieb der FCB in der vergangenen Serie neun Spiele ohne Niederlage.

    Womöglich hilft die Klimaveränderung am Gardasee auch beim Vergessen des traumatischen Saisonendes. Dafür, dass die Weichen wieder auf Erfolg gestellt werden, soll jedoch letztlich Sammer sorgen.

    "Er ist ein Beobachter mehr, der sehr anspruchsvoll ist. Ich denke, das kann uns nur guttun", meint Heynckes.

    VIDEO - Rummenigge: "Kein Understatement!"

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