"Ein regulärer Spielbetrieb war für uns nicht mehr möglich", begründete Manager Michael Preetz diesen Schritt, "mit einem sportlichen Geschehen hatte dies nichts mehr zu tun." Es gehe darum, dass die "irregulär zustande gekommene Spielwertung" aufgehoben werde.
Der Einspruch von Hertha BSC gegen die Wertung des Relegationsspiels bei Fortuna Düsseldorf wird an diesem Freitag vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes verhandelt.
"Wir können bestätigen, dass Hertha BSC Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt hat. Das Sportgericht des DFB wird sich bereits am Freitag mit dem Fall befassen", teilte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker mit.
Die mündliche Verhandlung beginnt um 13.30 Uhr in der Frankfurter DFB-Zentrale und wird vom Vorsitzenden des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz, geleitet. Schiedsrichter Wolfgang Stark hatte das Spiel für rund 20 Minuten unterbrechen müssen. Mit dem 2:2 schaffte Düsseldorf die sportliche Rückkehr in die Bundesliga.
Der Kontrollausschuss hat nach den Vorkommnissen auch Ermittlungen gegen beide Vereine eingeleitet. Darüber hinaus ermittelt das Gremium auch gegen die vier Hertha-Spieler Lewan Kobiaschwili, Thomas Kraft, Christian Lell und Andre Mijatovic sowie Fortuna-Profi Andreas Lambertz.
Kobiaschwili wird vorgeworfen, Schiedsrichter Wolfgang Stark nach Spielschluss in den Nacken geschlagen zu haben. Seine drei Teamkollegen sollen den Referee nach dem Abpfiff beleidigt haben. Düsseldorfs Kapitän Lambertz soll im Anschluss an die Partie ein "Bengalisches Feuer" im Innenraum gehalten haben.
Die Clubs und die Spieler werden nun vom Kontrollausschuss zu zeitnahen Stellungnahmen aufgefordert. Nach Auswertung dieser Stellungnahmen entscheidet das Gremium über den Fortgang der Verfahren.

