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    Stiller Star in Messis Schatten

    Als sich Pedro Elizier Rodriguez Ledesma, genannt Pedro, im Jahr 2004 der Jugendakademie des FC Barcelona anschloss, hatte sein Idol Rivaldo die Katalanen bereits verlassen. "Pedrito" - so wurde der zu diesem Zeitpunkt 17-Jährige gerufen - machte sich da gerade erst auf, in Barcelona Fuß zu fassen.

    Weltfußballer Rivaldo war im Herbst seiner Fußballer-Karriere nach Griechenland gewechselt und zog wenige Wochen später in die Prärie von Taschkent weiter. "Pedrito", der schüchterne Junge aus Teneriffa, kam derweil von CD San Isidro nach Barcelona und bezog ein Zimmer im Hause "La Masia". Lange blieb er allerdings nicht.

    Schnell wurden die Verantwortlichen des Vereins auf die Stärken und das Potential des Teenagers aufmerksam und beriefen den flinken und technisch versierten Außenstürmer von der Juvenil-A in Barcas B-Elf. Nachdem "Pedrito" das Jugend-Team mit seinen Toren in die Segunda Division B geschossen hatte, wich die übliche Verniedlichung rasch Anerkennung und Respekt. Aus "Pedrito" wurde Pedro.

    Selbst eingefleischte Barcelona-Anhänger rieben sich allerdings verwundert die Augen, als Trainer Pep Guardiola während der Saison 2007/2008 die Entscheidung fällte, den doch eher schmächtigen 1,69 Meter großen Pedro in der ersten Mannschaft einzusetzen. Nach drei Jahren B-Mannschaft durfte Pedro am letzten Spieltag der Hinrunde beim 4:0-Heimsieg gegen Murcia zum ersten Mal Liga-Luft schnuppern. Es war der Auftakt einer rasanten Karriere.

    Pedro 2.0

    Guardiola setzte von Anfang an auf den "stillen Superstar", förderte und forderte ihn gleichermaßen. "Er hat mir sehr viel beigebracht, vor allem wie ich mich taktisch auf dem Platz verhalten soll", zeigt sich Pedro für die Unterstützung seines Ex-Mentors dankbar. "Er hat immer sehr viel Vertrauen in mich gesetzt und mir viele Möglichkeiten gegeben."

    Nachdem Pedro zunächst noch Lehrgeld zahlte und auch in der Saison 2008/2009 "nur“ in 14 Spielen zum Einsatz kam, gelang ihm ein Jahr später der Durchbruch. Er bestritt 53 Partien und wurde zum Stammspieler. Mit zwölf Toren in der Liga hatte er gewaltigen Anteil an Barcelonas Titelverteidigung.

    Leidtragender des Pedro-Aufstiegs war "Ikone“ Thierry Henry. Der Franzose sah sich erstmals mit Konkurrenz auf der linken Außenstürmerposition konfrontiert. Bereits ein Jahr später bat er um die Auflösung seines Vertrags.

    Erst Weltrekord, dann zur WM

    Pedro hingegen unterschrieb 2009 seinen ersten Profi-Vertrag. Darin verankert, eine festgeschriebene Ablösesumme von 90 Millionen Euro. Ein Betrag, der allerdings schon zwei Jahre später auf sagenhafte 150 Millionen Euro angehoben wurde.

    Pedro hält einen einsamen Rekord. Als erster Fußball-Profi schoss er innerhalb eines einzigen Jahres Tore in sechs verschiedenen Wettbewerben. 2009 traf er bei der Klub-WM, in der Copa del Rey, der Champions League, im europäischen und spanischen Supercup und in der Liga. Barcelona holte das Triple. Nur kurze Zeit später klingelte das Telefon, und Nationaltrainer Vicente del Bosque nominierte ihn für die anstehende Weltmeisterschaft in Südafrika. Pedro brachte es auf insgesamt fünf Einsätze und wurde bei seiner ersten WM-Teilnahme direkt Weltmeister.

    Vielseitigkeit als größter Trumpf

    Im vergangenen Jahr plagte sich Pedro mit erheblichen Verletzungssorgen herum. Vor der laufenden Saison aber konnte er die gesamte Vorbereitung absolvieren und hat sich seinen Stammplatz im Team von Guardiola-Nachfolger Tito Vilanova zurückgeholt.

    Pedro hat ein außergewöhnliches Spielverständnis, bringt sich fast immer in die richtige Position und passt damit perfekt zum Anforderungsprofil des FC Barcelona. Er kann auf beiden Außenbahnen spielen oder auch als zentraler Stürmer eingesetzt werden.

    "Ich hatte viel Selbstvertrauen und Fortune in den ersten Spielen. Ich spiele gut und ich hoffe, ich kann auf diese Art weitermachen", gibt sich Pedro zuversichtlich. Am Sonntag wird er seine Vielseitigkeit erneut unter Beweis stellen können, wenn sein Team und Real Madrid im "El Clásico" (ab 19:50 Uhr im Liveticker bei eurosport.yahoo.de) aufeinander treffen.

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