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    Steffen: "Vielleicht ist meine Zeit vorbei"

    Britta Steffen hat in London das Finale über 100 Meter Freistil verpasst. Dennoch stellte sie sich im Interview:

    Was sagen Sie zum Halbfinal-Aus?

    Britta Steffen: Ich bin zufrieden mit dem Rennen, weil ich es mir so eingeteilt habe, wie es optimal war. Es war noch mal eine Steigerung zum Vormittag. Ich hab alles gegeben, ich habe gekämpft wie eine Wildsau. Es hat leider nicht fürs Finale gereicht.

    Ich weiß nicht, ob Sie die Zeiten von den letzten Spielen so kennen... Jetzt 53,88, das ist Wahnsinn. Die Dichte ist unglaublich. Ich hätte gerne noch mal die Chance gehabt, mich im Finale zu behaupten, weil ich glaube, dass im Finale die Karten noch einmal neu gemischt werden. Aber jetzt hat es nicht funktioniert und jetzt blicke ich auf meine 50 Meter und freue mich darauf.

    Unabhängig von der starken Konkurrenz: Mit der Zeit von den deutschen Meisterschaften hätten Sie sich fürs olympische Finale qualifiziert. Ärgert einen das nicht?

    Steffen: Natürlich ärgert mich das, aber ich sehe halt auch, wie neben mir eine Sarah Sjöström steht. Im Dezember letzten Jahres schwamm sie 53,0, jetzt 53,9 ... Manchmal kann man es eben nicht beeinflussen, der Sport ist nicht planbar. Man gibt sein Bestes und wenn man gekämpft hat und alles gegeben hat, kann man trotzdem stolz auf sich sein.

    Haben Sie kurz nach dem Rennen schon eine Erklärung, warum es nicht zur Bestzeit reichte?

    Steffen: Ich glaube, es ist jetzt Quatsch, wenn ich aus der 'Hüfte geschossen jetzt irgendwas brabbel' - ich weiß es einfach nicht. Ich habe wirklich alles getan, und ich muss jetzt erstmal mit Norbert (Warnatzsch, ihr Trainer) sprechen, wie er das empfunden hat. Ich bin an der Stelle nur einfach erleichtert, weil ich 100 Prozent das gegeben habe, was drin war, und damit muss ich jetzt erstmal leben.

    Was ist denn nach dieser Leistung bei den 50 Metern möglich?

    Steffen: Ich bin jetzt nicht unbedingt der Freund, Prognosen abzugeben. Aber eine Finalteilnahme wäre noch mal spitze.

    Und wann setzt man sich hin und denkt über Erlebnisse wie heute und Olympia nach?

    Steffen: Das kommt meistens danach, wenn man in Urlaub fährt, dann lässt man alles noch einmal Revue passieren. Hier lebt man ja gerade wie in so einer Blase, und da wäre es auch Quatsch, wenn man jetzt anfängt irgendwie rumzudoktern. Der Fokus ist noch nicht beendet, ich habe noch ein paar Rennen zu schwimmen, hoffentlich. Und danach werde ich halt schauen. Aber es ist kein Weltuntergang, durch mich ist auch nicht der Weltfrieden gefährdet - also so weit alles okay.


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