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    Snooker - Allen triumphiert in Antwerpen

    Mark Allen hat in Antwerpen nicht nur den Titel gewonnen, sondern regelrecht triumphiert. Mit 4:1 schlug er im Finale Mark Selby und ließ dem Weltranglisten-Ersten dabei praktisch keine Chance. Das Lochspiel von Mark Allen war mit einer Erfolgsquote von 96 Prozent überragend, und er präsentierte sich vom ersten bis zum letzten Ball hoch konzentriert.

    "Vor so einem Publikum gegen den besten Spieler der Welt zu spielen - da braucht man keine Extra-Motivation", freute sich Allen.

    Der unterlegene Mark Selby hielt sich mit Lob für seinen Bezwinger nicht zurück: "Das war fantastisch. Er hat wirklich jede Chance genutzt. Ich habe eigentlich kaum etwas verkehrt gemacht, aber ich konnte nichts tun."

    Die Marschrichtung gab Allen schon im ersten Frame mit einer 117 vor. Danach spielte der 26-Jährige aus Antrim wie entfesselt und ließ mit 102 und 106 Punkten zwei weitere Centuries folgen. Selby hatte in diesen drei Frames gerade einmal Bälle für 30 Punkte gelocht. Danach schaffte der Weltranglistenerste es immerhin, mehr Spielanteile zu bekommen. Mit einer 45 legte er die Grundlage zum 1:3 und vermied dadurch die Höchststrafe.

    Allen macht den Sack zu

    Doch in Frame fünf nahm Allen wieder Fahrt auf und legte ein 53er-Break vor. Danach verstellte er sich zwar, aber Selby nutzte seine letzte Chance nur zu einem 29er-Break. Zwar holte der Engländer danach mit einem Snooker auch noch ein paar Foulpunkte, doch eine nicht präzise genug gespielte Safety bedeutete das Ende. Allen räumte bis Pink ab und durfte den verdienten Triumph feiern.

    Dabei hatte Mark Selby zuvor im Halbfinale selber demonstriert, wie man einen Gegner vollkommen aus dem Spiel nimmt. Dank Breaks von 76, 58 und 131 hatte er Ali Carter mit 4:0 geschlagen. Mark Allen aber sparte in der Vorschlussrunde mit dem 4:1 über Andrew Pagett ebenfalls Kräfte.

    Für Amateur Pagett war der Trip nach Antwerpen trotzdem ein großer Erfolg, hat er doch nun beste Chancen, in der kommenden Saison über die PTC-Rangliste die Rückkehr auf die Maintour zu schaffen. Der Waliser hatte im Viertelfinale auch Gdynia-Sieger Neil Robertson trotz eines 0:2 und 2:3-Rückstandes mit 4:3 geschlagen.

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