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    Selby und Ding sagen beide Tschüss

    Titelverteidiger Mark Selby und Chinas Snooker-Held Ding Junhui sind am zweiten Tag des Shanghai Masters ausgeschieden. Während Selby überraschend klar gegen Jamie Cope mit 1:5 verlor, verspielte Publikumsliebling Ding gegen Mark King eine 3:0-Führung und unterlag mit 4:5.

    Selby ärgerte sich nach der Niederlage vor allem über sich selber: "Außer beim Paul Hunter Classic habe ich in dieser Saison noch nie Form gezeigt."

    Auch Jamie Cope konnte wegen seiner Fehlerquote spielerisch nicht restlos überzeugen, profitierte aber davon, dass Selby eine Reihe von Frames trotz Führung noch abgab. Die ersten beiden Durchgänge hatten sich die beiden geteilt.

    In den nächsten drei Frames aber lag Selby jeweils vorne, wurde dann aber doch noch abgefangen: Den dritten Frame gewann Cope auf Pink, die nächsten beiden auf Schwarz. Dann machte er mit einer 71 alles klar.

    Ding Junhui war mit einer 89 gut gestartet und schien beim Stand von 3:0 vor einem schnellen Sieg zu stehen. Doch Mark King bewies wieder einmal sein Kämpferherz. und zeigte nach dem 2:3 mit einer 74 zum 3:3 auch spielerische Klasse. Auch die erneute Führung von Ding raubte ihm nicht den Mut. Die Frames acht und neun waren beide sehr umkämpft, doch Stück für Stück robbte sich King an die Ziellinie heran und dann auch darüber.

    Murphy stoppt Dale

    Kings nächster Gegner Shaun Murphy zog beim 5:4 über den Wahl-Berliner Dominic Dale, der seine Hochzeit für den nächsten Mai plant, den Kopf gerade noch einmal aus der Schlinge. Denn auch Murphy verspielte eine 3:0-Führung. In Frame zwei war er sogar lange auf Maximum-Kurs, ehe nicht mehr auf Schwarz stellen konnte; ein Century wurde es noch, aber nach 107 Punkten war Schluss.

    Dale aber leitete die Wende mit einer 89 im vierten Frame ein und verkürzte direklt nach der Pause sogar auf 2:3. Mit einer 90 verschaffte sich Murphy zwar wieder etwas Luft, aber dann bekam der gebürtige Waliser einen Lauf: Mit sehr schnellen Breaks von 75 und 100 Punkten erzwang er den Entscheidungsframe. Als er dort aber einen schweren grünen Ball auf die Ecktasche verschoss bot dies Murphy die Chance zur entscheidenden 46er-Serie.

    Carter mit Zittersieg

    Stephen Maguire nahm mit 5:3 gegen Peter Ebdon erfolgreich Revanche für die Niederlage im Frühjahr im Finale der China Open. Zufrieden mit seinem Spiel war Maguire aber nicht: „Das Beste ist, dass ich jetzt Zeit habe, um mich an den Trainingstisch zu stellen.“ Kurios war das Ende des Matches, als Ebdon in Frame acht Snooker brauchte und aus Versehen und unbedrängt Pink lochte.

    Mark Allen beendete den Traum von Lu Haotian mit 5:2. Dabei war der erst 14-jährige U21-Weltmeister, der zuvor Marco Fu geschlagen hatte und im nächsten Jahr auf der Maintour spielen wird, mit 1:0 und 2:1 in Führung gegangen und hatte bis zur Pause das Match mit 2:2 offen gehalten. Nach Wiederbeginn aber zog Allen dank Breaks von 65 und 66 Punkten davon und holte sich dann auch den siebten Frame. Einen Zittersieg feierte Ali Carter mit 5:4 gegen Robert Milkins. Milkins hatte mit 4:3 geführt, doch Carter glich dank einer 82 aus und holte sich den Entscheidungsframe auf die Farben.

    In den letzten beiden Matches der Wildcard-Runde setzten sich jeweils die eingeladenen chinesischen Spieler durch. Chen Feilong schlug Fergal O’Brien mit 5:2 und Ex-Profi Jin Long rang Jimmy Robertson mit 5:4 nieder.

    Video: Davis feiert Sieg

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