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    Schalke: Mit "Hunters" Wut gegen Montpellier

    Nach der gefühlten Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf möchte Schalke Wiedergutmachung betreiben. Frankreichs Meister Montpellier kommt den "Knappen" da gerade recht. Torjäger Huntelaar steht derweil nach einer Meinungsverschiedenheit mit Trainer Huub Stevens unter besonderer Beobachtung.

    Im Champions-League-Heimspiel gegen den französischen Meister Montpellier HSC sind die "Königsblauen" gefordert (heute ab 20.45 Uhr im Liveticker bei eurosport.yahoo.de). Manager Horst Held erhöhte daher bereits kurz nach dem für Schalke enttäuschenden Spiel gegen Düsseldorf den Druck auf die Mannschaft. "Das Unentschieden tut mehr weh als eine klare Niederlage gegen die Bayern. Es haben alle versagt - bis hin zum Busfahrer", schimpfte Heldt, der das 2:2 gegen den Aufsteiger "wie eine 0:5-Niederlage" empfand.

    Gegen den französischen Meister soll nun alles besser werden. Vor dem Champions-League-Spiel auf Schalke fordert Trainer Hub Stevens daher eine deutliche Reaktion seiner Mannschaft. Der Holländer zeigte sich mit der Einstellung seiner Spieler am vergangenen Wochenende alles andere als zufrieden. In erster Linie bekam dies sein Landsmann Klaas-Jan Huntelaar zu spüren.

    Stevens nahm den Top-Stürmer aufgrund einer vergebenen Großchance zum 3:1 bereits vor Spielende vom Platz. Huntelaar deutete die Auswechslung daraufhin als einen Affront gegen seine Person. "Wenn er meint, dass es besser ist, dann muss er es so machen", schimpfte der "Hunter" angefressen Richtung Stevens.

    Huntelaar mit Wut im Bauch

    Beim ersten Champions-League-Heimspiel der "Blauen" wird Stevens allerdings wieder voll auf seinen Stürmer setzen. Zu sehr profitiert die Mannschaft von seinen Fähigkeiten, als dass sie auf ihn verzichten könnte. Huntelaar steht als zentraler Vollstrecker im Mittelpunkt eines derzeit gut funktionierenden 4-2-3-1-Systems. Obendrein wird Huntelaar - vergangene Saison mit 29 Treffern Torschützenkönig der Bundesliga - aufgrund der Ereignisse am Wochenende mit ordentlich Wut im Bauch auflaufen.

    Gäste-Trainer René Girard bereitet seine Offensiv-Abteilung hingegen schon seit Saison-Beginn Kopfschmerzen. "Montpellier sucht aktuell nach dem richtigen Angriffssystem, allerdings haben sie Schwierigkeiten, eine passende Lösung zu finden", stellt Cedric Rouquette von Eurosport Frankreich fest. Und es scheint eine einfache Erklärung zu geben. Huntelaars französisches Pendant, Olivier Giroud, verließ vor dieser Saison den Verein und stürmt aktuell für Podolskis Klub Arsenal London. Nun klafft bei Montpellier eine erhebliche Lücke. Fehlende Stabilität innerhalb des Teams ist die Folge.

    Giroud fehlt an allen Ecken und Enden

    "Es ist nicht leicht das gejagte Team zu sein, nachdem man selbst der Jäger war", so Eurosport-Redakteur Rouquette weiter. Eine Umstellung also für die ohne Giroud nun führungslose Mannschaft, die in der französischen Ligue 1 als amtierender Meister gegenwärtig nur auf Platz 13 rangiert. Allerdings ist Montpellier-Besitzer Nicollin davon überzeugt, dass sich sein Team in der Champions League leichter tun wird als in der heimischen Liga. Glaub man seinen Worten, wird Montpellier gegen Schalke ein anderes Gesicht zeigen, da die Mannschaft nicht als "kleines Team" wahrgenommen werden möchte.

    Und als wäre sich Manager Held der Probleme auf Seiten der Franzosen bewusst, zeigt er sich nach der Aufarbeitung der eigenen Schwächen schon wieder versöhnlicher: "Es ist kein Katzenjammer angesagt. Wir müssen alle mit einer positiven Grundstimmung in das Spiel gegen Montpellier gehen."

    Und auch bei Kollege Stevens scheint der Frust der vergangenen Tage langsam zu weichen. Bei der abschließenden Pressekonferenz scherzte der knurrige Holländer, als er nach der vermeintlichen Aufstellung für die Begegnung gegen Montpellier gefragt wurde: "Es werden elf Leute auflaufen, einer wird Handschuhe tragen. Ich hoffe, es ist nur einer. Es soll ja nicht so kalt werden."

    Ob Jermaine Jones zum Kader gehören wird, ist indes mehr als fraglich. Der ebenfalls angeschlagene Jefferson Farfán nahm hingegen am Abschlusstraining teil. Einem Einsatz gegen "Aufbaugegner" Montpellier steht nichts im Wege. Der Peruaner wird am Abend zusammen mit Sturmkollege Huntelaar auf Jagd gehen.

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