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    Schalke verbessert, aber glanzlos

    Trotz einer wenig berauschenden Leistung gewann der FC Schalke gegen Mainz 05 letztendlich souverän aber vom Ergebnis deutlich zu hoch mit 3:0 (1:0). Jefferson Farfan (21.) hatte sein Team per Handelfmeter in Führung gebracht, Lewis Holtby (81.) und Teemu Pukki (89.) markierten den Endstand.

    Die Lehren:

    Schalke Trainer Huub Stevens reagierte mit drei Umstellungen auf die Heimniederlage gegen den FC Bayern. Im Sturm feierte Ibrahim Afellay, die Leihgabe vom FC Barcelona, sein Startelf-Debüt. Außerdem rutschten Atsuto Uchida und Marco Höger in die Anfangsformation. Große Auswirkungen hatte dies auf das Schalke-Spiel jedoch nicht. Vor allem das "Holland-Duo" Afellay und Klaas-Jan Huntelaar blieb weit hinter den Erwartungen und auch ihren Möglichkeiten zurück.

    Nach dem ersten Saisonsieg reisten die Mainzer mit viel Selbstvertrauen nach Gelsenkirchen. Thomas Tuchel änderte sein Team auf zwei Positionen. Aber gerade Nikita Rukavytsya konnte im Sturm an der Seite von Adam Szalai keine Impulse setzen.

    Die Stimmen:

    Benedikt Höwedes (FC Schalke 04): "Es war kein gutes Spiel von uns, aber wir haben 3:0 gewonnen und die Punkte bleiben in Gelsenkirchen. Trotzdem wünscht man sich als Spieler die Unterstützung der Fans, gleichwohl uns die Nordkurve über 90 Minuten unterstützte."

    Eugen Polanski (Mainz 05): "In der ersten Halbzeit haben wir wohl die beste Hälfte der Saison gespielt, dann einen unglücklichen Elfmeter bekommen. Aber ohne Durchschlagskraft kann man natürlich keine Tore erzielen. Trotzdem: Wenn wir so weitermachen, bekommen wir auch irgendwann die Punkte dafür."

    Thomas Tuchel (Trainer Mainz 05): "Uns hat die nötige Durchschlagskraft gefehlt und dann ist es im Fußball relativ einfach. Denn ohne Tore kann man keine Spiele gewinnen."

    Die Höhepunkte:

    4. Eckball für Schalke. Farfan zirkelt den Ball auf dem Elfmeterpunkt, Höwedes steigt am höchsten und visiert das lange Eck an. Soto kann den Kopfball gerade noch auf der Linie stehend zur nächsten Ecke klären.

    5. Wieder wird's gefährlich. Dieses Mal bringt Farfan den Eckball von der linken Seite in die Mitte. Papadopoulos kommt mit Anlauf an und köpft das Leder aus 10 Metern knapp über die Latte. Zwei gute Chancen binnen 30 Sekunden für die Schalker.

    11. Mainz bekommt den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Höger kommt im Sechzehner nach einer verunglückten Kopfballabwehr an den Ball und nimmt ihn aus 15 Metern volles Risiko. Wetklo kann mit einer klasse Parade allerdings die Schalke-Führung verhindern.

    21. TOOOR für Schalke! Elfmeter nachdem Junior Diaz im Strafraum Höwedes legt. Farfan läuft aus elf Metern an und verwandelt den Strafstoß mit viel Power im linken Eck zur 1:0-Führung für den FC Schalke. Wetklo hatte da keine Chance, obwohl er die Ecke ahnt.

    31. Soto kommt erneut per Volley zum Abschluss. Nach einer scharfen Hereingabe von rechts, legt Szalai am Strafraum hoch zurück zu Soto. Der nimmt den Ball aus 20 Metern direkt aus der Luft. Unnerstall ist aber zur Stelle, taucht ab und kann den Ball sichern.

    79. Huntelaar mit der Riesenchance zum 2:0. Draxler leitet den Konter ein. Holtby umläuft, bekommt den Ball und bedient Huntelaar in der Mitte. Aus etwa fünf Metern vergibt der aber das sichere 2:0 und setzt das Leder über das Tor.

    81. TOOOR für Schalke! Fuchs schlägt den Ball aus dem Halbfeld hoch in den Strafraum. Am Elfmeterpunkt steht Holtby frei. Der 1,76 Meter große Ex-Mainzer versenkt den Ball sicher mit dem Kopf zum 2:0.

    89. TOOOR für Schalke! Klasse Solo von Draxler, der sich gegen zwei Mainzer durchsetzt und alleine auf Wetklo zuläuft. Anstatt selbst abzuschließen sieht er aber den mitgelaufenen Pukki, der das Leder ins leere Tor zum 3:0 einschieben kann. Großes Lob für die Vorarbeit von Draxler.

    Der Kracher: Lerneffekt

    Gegen den FC Bayern agierte Julian Draxler am Wochenende beim Stand von 0:0 bei einer Konterchance zu eigensinnig und erntete dafür heftige Kritik, auch von seinen Mitspielern. Gegen Mainz 05 machte es der 19-jährige Schalker besser. Bei einem Konter kurz vor Schluss legte Draxler überlegt zu Pukki ab, anstatt selbst abzuschließen - schneller Lerneffekt beim Schalke-Talent.

    Im Abseits: Fehlende Offensivpower

    Für Mainz 05 wäre deutlich mehr drin gewesen, aber den Rheinhessen fehlte es im Spiel nach vorne an Ideen, Kreativität und vor allem an Durchschlagskraft. Auch die Offensiv-Joker Eric Maxim Choupo-Moting und Ivan Klasnic konnten dem Spiel nicht die entscheidende Wende geben.

    Die Statistik: 50

    Mit seiner Einwechslung in der 69. Spielminute stellte Julian Draxler einen neuen Rekord auf. Das Spiel gegen Mainz war bereits seine fünfzigste Erstliga-Partie. Mit 19 Jahren und 5 Tagen ist Draxler nun der jüngste Spieler der Bundesliga-Geschichte, der diese Marke erreichte.

    TV-Tipp:

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