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    Ronaldo traurig: Keine Lust auf Real?

    Zwei Tore, ein glanzvoller Abend. Aber die Stimmung ist im Keller. Mit seiner Aussage hat Superstar Cristiano Ronaldo nach dem 3:0-Sieg gegen Granada nicht nur die eigenen Fans in Madrid verblüfft. Seine Worte schlugen ein wie eine Bombe.

    Den Blick stur nach unten gerichtet, verließ er den Platz. Eine Beinverletzung zwang Ronaldo in der zweiten Halbzeit zur Aufgabe. Aber nicht die Schmerzen oder etwa die Auswechslung beschäftigte den Portugiesen - sondern ein ganz anderer Grund. "Ich bin traurig und der Klub weiß, warum", sagte Ronaldo.

    Ronaldo kritisiert Professionalität

    Beim ersten Sieg in der Liga entwickelte sich der 27 Jahre alte Nationalspieler zum Spielverderber. Nach seinen beiden Toren jubelte er nicht und das gewohnte Lächeln verschwand komplett aus seinem Gesicht. Nun wird in ganz Spanien gerätselt, was ihm in den letzten Tagen und Wochen die Laune verdorben hat.

    "Es ist nicht die Wahl zum besten Fußballer des Jahres von Europa. Iniesta hat diesen Titel verdient", meinte der Fußball-Profi. Vielmehr nerven in "professionelle" Gründe, auf die Ronaldo nach dem Spiel nicht näher eingehen wollte. Seine Teamkollegen zeigten sich jedenfalls überrascht. Allen voran Gonzalo Higuain.

    Der Argentinier erklärte: "Glauben Sie mir, dass er glücklich ist. Er hat zwei Tore gemacht. In der Mannschaft ist es außerdem noch niemandem aufgefallen, dass er traurig ist." Hat Ronaldo eventuell keine Lust mehr auf Real? Ist der Superstar satt und sucht vielleicht nach einer neue Aufgabe für die Zukunft?

    Wahrscheinlich geht's ums Geld

    "Das kann schon sein", stellte Kaká klar, der in seiner Karriere fast alles gewann. "Ich hatte diese Phase gerade, als ich 30 Jahre alt geworden bin. Zu diesem Zeitpunkt habe mich selbst hinterfragt, ob es das alles noch wert ist", so der Brasilianer. "Aber meine Antwort lautete: Ja, ich bleibe bei Real Madrid."

    Wie es mit Ronaldo weiter geht, ist hingegen unklar. Das Sportblatt "Marca" stellte fest: "Er hält es nicht mehr aus." Das Sportblatt "As" vermutet, es geht ihm in Wirklichkeit darum, seinen bis 2015 laufenden Vertrag aufzubessern. "Cristiano verdient eine Menge, aber nicht mehr als der Ersatzmann Kaká."

    Und "El Mundo" schreibt: "Er fühlt sich einsam im Kader und glaubt, dass einige Mitspieler ihn schneiden." Der wahre Grund wird vorerst das Geheimnis von Ronaldo bleiben. Aber eins steht fest. Bei den eigenen Fans macht sich der Portugiese gerade unbeliebt, weil er sein Ego über den Verein stellt.

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