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    Robben: "Es ist das Spiel des Lebens"

    Der Flügelturbo brennt, wie jeder beim FC Bayern, auf das Finale in der Champions League gegen den FC Chelsea. Im Pressetalk spricht der Niederländer über die immense Bedeutung der Partie für ihn und die Mannschaft.

    Vom FC Bayern berichtet Daniel Rathjen (twitter: @DanielRathjen)

    Er spricht noch leicht nasal. Doch Arjen Robben kümmert seine Erkältung nicht weiter.

    "Wenn ich nicht 40 oder 41 Grad Fieber habe, spiele ich am Samstag", stellt der Niederländer unmissverständlich klar.

    Der Flügelturbobrennt, wie jeder beim FC Bayern, auf das Finale in der Champions League gegen den FC Chelsea (ab 20:45 Uhr im Liveticker auf eurosport.yahoo.de).

    Am Donnerstag sprach der 28-Jährige an der Säbener Straße vor zahlreich erschienenen Journalisten im proppevollen Mediencenter über die immense Bedeutung der Partie für ihn und die Mannschaft.

    "Wenn wir das Spiel gewinnen, kann man vom Spiel des Lebens sprechen", sagte er.

    Arjen Robben über...

    ...die Atmosphäre in München:

    In der Stadt wird über nichts anderes geredet als das Finale - du siehst überall die Plakate, hörst es im Radio, siehst es im TV. Das gibt ein super Gefühl. Wir müssen versuchen, es weniger als Druck, sondern vielmehr als Motivation verstehen. Wir haben die Ehre, am Samstag dabei zu sein. Das müssen wir ausstrahlen und mit dieser Körpersprache müssen wir auch das Feld betreten. Das ist das Spiel des Jahres. Wir sind gut drauf, der letzte Samstag ist abgehakt und wir wissen alle, um was es geht gegen Chelsea. Wir sind bereit.

    ...den Gegner:

    In den letzten neun Jahren war der FC Chelsea sechs Mal im Halbfinale. Sie haben viele erfahrene Spieler in ihren Reihen, für sie ist es die letzte Möglichkeit, einen großen Titel zu gewinnen. Die sind auch richtig heiß. Erst am Mittwochabend hatte ich noch Kontakt mit jemandem aus der Presseabteilung von Chelsea. Er hat mir eine SMS geschickt, in der stand: The blue army is on its way (übersetzt: Die blaue Armee ist auf dem Weg).

    Sie werden nicht so wie Dortmund agieren, aber in jedem Fall in der Defensive kompakt sein. Sie werden nicht voll angreifen, wir müssen versuchen das zu lösen. Wir haben oft genug gegen Mannschaften gespielt, die viel verteidigen. Es wird ein enges Spiel und wir werden es gestalten müssen. Ich hoffe, dass uns das gelingt.

    ...die Taktik:

    Das wichtigste ist, dass wir als Mannschaft funktionieren, dass die Organisation und die Leidenschaft stimmen. Ist das der Fall, kann ein Spieler wie Franck Ribéry die Partie mit seinen individuellen Qualitäten bestimmen. Vor zwei Jahren hat er gefehlt, es ist gut, dass er jetzt dabei ist. Vorne haben wir nun die volle Stärke.

    ...Unterschiede zum Endspiel 2010 gegen Inter:

    Damals gingen wir gut gelaunt ins Finale. Wir hatten bereits die Meisterschaft und den Pokal gewonnen. In diesem Jahr haben wir keinen dieser beiden Titel erreicht, es gibt nur noch einen Preis. Das kann auch eine Stimulanz sein.

    ...gute Voraussetzungen:

    In Europa haben wir gute Leistungen gezeigt. National, muss man sagen, war Borussia Dortmund stärker. Sie haben das besser gemacht als wir. Das müssen wir akzeptieren und respektieren. Aber in Europa gehören wir zu den besten Mannschaften. In dieser Saison haben wir sechs Heimspiele in der Champions League gewonnen, diese Statistik sollte uns Selbstvertrauen geben. Was wir in Europa geleistet haben, müssen wir noch einmal zeigen und können den Pokal gewinnen, dann sind wir vielleicht sogar DIE beste Mannschaft Europas.

    ...den Umbau der Mannschaft durch die Gelbsperren:

    Das wichtigste ist: Die Spieler, die jetzt reinkommen, haben schon oft genug gezeigt, dass sie helfen können, sie haben ihre Spiele gemacht, auch wichtige Spiele. Wir haben sehr viel Vertrauen in diese Spieler. Natürlich ist es schade, wenn welche fehlen, aber die, die jetzt reinkommen, werden da sein. Davon bin ich überzeugt.

    ...Erinnerungen an seine Chelsea-Zeit:

    Natürlich sind dort viele finanzielle Mittel im Spiel, aber es ist nicht so, dass da mit Geld um sich geschmissen wird. Da wird ganz normal trainiert, dort gibt es auch Prämien, die zum Finale als Extra-Stimulanz vielleicht etwas höher ausfällt. Chelsea hat richtig gute Fans. Es war für mich eine Ehre, dort zu spielen. Jedes Heimspiel war super.

    ...Unterschiede zwischen Uli Hoeneß und Roman Abramowitsch:

    Zunächst einmal hat Roman Abramowitsch ein bisschen mehr Geld (lacht). Er hat viel investiert und ist lange dabei. Er ist richtig beteiligt und fiebert mit. Hier ist es etwas anders, aber wir brauchen nicht über die Leistungen von Uli Hoeneß für den FC Bayern diskutieren. Was er für den Verein gemacht hat, ist Wahnsinn. Für ihn wird es ein Geschenk sein, wenn wir das Spiel gewinnen am Samstag.

    Wir waren alle zusammen bei seinem 60. Geburtstag, da habe ich gemerkt, dass es eine richtige Familie ist beim FC Bayern. Es war ein schöner Abend. Allein dass wir ins Finale eingezogen sind, ist eine große Sache für uns und Herrn Hoeneß. Und wenn wir tatsächlich den Pokal gewinnen, möchte ich nicht wissen, was los ist (lacht).

    TV-Tipp:

    Die schönsten Tore, die heißesten Duelle sowie Einschätzungen von Trainern und Spielern. Eurosport berichtet immer montags ab 17:30 Uhr in EUROGOALS über die aktuellsten Entwicklungen im Europapokal und den europäischen Top-Ligen.

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