Das sagte Rauball der Zeitung "Die Welt".
Der Vereinspräsident von Borussia Dortmund ergänzte nach dem Bekanntwerden des Ausmaßes der Korruptionsaffäre im Fußball-Weltverband: "Es ist immer schwierig, jemanden einzubinden, der selbst Teil der Umstände ist, die einen Reformprozess erst erforderlich gemacht haben."
Er habe Blatter seine Betroffenheit persönlich am Telefon mitgeteilt. "Er hatte Kenntnis von diesen Geldbewegungen, wenngleich erst deutlich später. Deshalb hat er die Sorgfaltspflicht gegenüber den Mitgliedsverbänden nicht erfüllt", sagte Rauball.
Schmiergelder für Havelange
Es liege mehr im Argen, als bisher bekannt ist, sagte Rauball. Er forderte zudem, einen Außerordentlichen FIFA-Kongress einzuberufen, die Fakten aufzuklären und dass Joao Havelange nicht mehr Ehrenpräsident sein dürfe.
Vom mittlerweile insolventen Medien- und Marketingunternehmen ISMM/ISL hatten der Brasilianer Havelange und sein Landsmann Ricardo Teixeira vornehmlich in den 90er Jahren Schmiergelder in Millionenhöhe erhalten. Dies ging aus der veröffentlichten Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Zug hervor.
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