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    RAF-Fahne: DFB ermittelt gegen Mainz

    Wegen einer Fahne mit dem Symbol der Terrorgruppe RAF im Fanblock des FSV Mainz 05 hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Vorermittlungen gegen den Verein eingeleitet. Wie ein DFB-Sprecher bestätigte, wird der Bundesliga-Klub zunächst aufgefordert, Stellung zu dem Vorfall zu nehmen.

    Nach Angaben von Thomas Beckmann vom FSV-Fanprojekt, zugleich Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte, gibt es die Fahne schon seit etwa acht Jahren: "Da steckt keinerlei politische Motivation dahinter."

    Im Spiel gegen den FC Augsburg hatten Anhänger der Mainzer ein rotes Transparent mit weißem Stern und Maschinenpistole hochgehalten. Statt RAF war die Abkürzung USM für "Ultraszene Mainz" darauf gedruckt.

    "Geschmackloses Transparent"

    Nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz ist das Symbol der RAF in Deutschland nicht verboten. Es habe nie ein Verbotsverfahren gegen die inzwischen aufgelöste Terrorgruppe gegeben, sagte ein Sprecher. Das Emblem sei lediglich ein Dokument der Zeitgeschichte.

    FSV-Medien-Geschäftsführer Tobias Sparwasser hatte die Fahne zuvor als "geschmackloses Transparent" kritisiert: "Wir werden darauf einwirken, dass die Fahne nicht mehr auftaucht", sagte Sparwasser. Auch Beckmann hatte nach eigenen Angaben deshalb schon mehrfach mit den Ultras gesprochen und will dies jetzt erneut tun. Eine Strafe durch den DFB wäre der falsche Weg, betonte er: "Man muss den Leuten klarmachen, was für symbolträchtige Zeichen das sind."

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