2011 wurde Podolski beim Testspiel in Danzig wie ein Held gefeiert. Diesmal spielte er keine Minute.
"Na klar ist man enttäuscht, wenn man nicht aufläuft. Es wäre auch falsch, wenn es anders wäre."
Kehrt Podolski im Halbfinale zurück?
Nach drei Vorrundenspielen musste Podolski überraschend Platz machen. Der Bundestrainer gab auf der linken Seite André Schürrle den Vorzug, was die gute Stimmung von "Prinz Poldi" nach dem 4:2-Sieg gegen Griechenland nicht im Geringsten trübte.
Dabei war Podolski besonders heiß auf sein Heimspiel in Polen. Ehefrau Monika, Söhnchen Louis und sein bester Freund Nassim hatten sich extra Tickets besorgt, um bei seinem 101. Länderspiel in Danzig vor Ort zu sein. Aber daraus wurde nichts.
Wie es beim nächsten Spiel aussehen wird, weiß im Moment keiner. "Das wird sich zeigen", erklärte Podolski gegenüber eurosport.yahoo.de. "Aber ich denke, dass ich in Warschau wieder spielen werde." Und zwar von Anfang an, wenn Löw wieder umstellt.
"Trainer braucht nicht alles zu erklären"
Gegen Italien oder England wird der Bundestrainer voraussichtlich auf seine alte Startformation zurückgreifen. Mit Podolski auf der Außenbahn und Mario Gomez im Sturmzentrum. Einzig für Thomas Müller könnte es knapp werden, denn Marco Reus überzeugte in der Offensive.
"Ich kann nicht sagen, welche Argumente im Gegensatz zu André Schürrle für mich sprechen. Aber der Trainer braucht nicht immer alles zu erklären. Er hat beim Spiel gegen Griechenland anders entschieden. Es ist sein gutes Recht, Spieler auszutauschen. Damit habe ich überhaupt kein Problem."
Während sich Ilkay Gündogan beim Reservisten-Training am Samstag eine Kapselzerrung am linken Sprunggelenk zuzog, fehlte Podolski bei der Übungseinheit. Der Kölner absolvierte nach DFB-Angaben ein Regenerationsprogramm im Team-Hotel.
"Alles in allem bin unglaublich stolz auf meinen Sohn. Es ist toll, dass wir es hoffentlich bald erleben dürfen, ihn einmal bei der EM in Polen spielen zu sehen. Das wird er niemals vergessen. Wir drücken alle Daumen“, meinte Vater Waldemar im Kölner "Express."

TV-Tipp:
Die EURO 2012 Show - die EM-Expertenrunde mit Patrick Kluivert, Thomas Berthold, Fredi Bobic, Rafa Benitez und Arsène Wenger analysiert vom 7. Juni bis 2. Juli immer um 20:00 Uhr LIVE die Geschehnisse in Polen und der Ukraine
