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    Podolski: "Schritt nach vorne machen"

    Mit gewohnt unbeschwerter Miene und einem freundlichen Dauer-Lächeln im Gesicht hat sich Lukas Podolski am Tag nach der Bekanntgabe seines Wechsels zum FC Arsenal in Köln den Pressevertretern gestellt, um seine Beweggründe zu erklären. Geweint hat dabei nur der Himmel über der Domstadt.

    Von Felix Mattis

    Mit 15-minütiger Verspätung erschien "Prinz Poldi" zur Pressekonferenz. "Entschuldigung, aber ich habe etwas länger trainiert", sagte der 26-Jährige einleitend und betonte anschließend, dass die Entscheidung "nicht gegen Köln sondern für Arsenal" gefallen sei.

    "Der FC Arsenal hat einen geilen Trainer und eine super Mannschaft. Das Ziel muss sein, in den nächsten Jahren Titel zu gewinnen. Von daher ist das eine Chance, einen Schritt nach vorne zu machen", so Podolski. "Und weil in England viele starke Teams spielen, ist das auch eine zusätzliche Motivation."

    Rückkehr nach Köln möglich

    Trotzdem bleibe sein Herz am Rhein. "Der FC wird immer mein Verein bleiben", so Podolski. "Für mich ist wichtig, dass man nicht sagt: 'Der Podolski ist weg, jetzt bricht alles zusammen.' Ich denke, es gibt die Chance, einen Neuanfang zu starten." Dass dieser Neuanfang gelingt, könnte auch für ihn persönlich wichtig werden, denn eine Rückkehr in die Domstadt wollte "Prinz Poldi" nicht ausschließen.

    Die solle dann aber nach einer glücklicheren Zeit in London erfolgen, als bei seiner ersten Rückkehr nach einer gescheiterten Mission in München. "In München war ich vielleicht noch einen Tick zu jung. Jetzt bin ich erfahrener, besser und reifer und traue mir den Schritt zu. Ich bin überzeugt, dass ich mich durchsetzen werde."

    Bundesliga-Wechsel ausgeschlossen

    Einen Wechsel zu einem anderen Bundesligisten habe er von Beginn an ausgeschlossen, sagte Podolski. "Dafür bin ich zu eng mit dem FC verbunden. Für mich war klar: Entweder ins Ausland, oder es weiter mit dem FC versuchen. Als dann das Angebot von Arsenal kam, habe ich aber nicht gezögert."

    Und das, obwohl sich Podolski weder die Örtlichkeiten in London angeschaut, noch persönlich mit Trainer Arsene Wenger getroffen hat. Seine Konzentration lag in den vergangenen Wochen komplett in Köln und soll dort auch bis zur Europameisterschaft bleiben. Deshalb sei auch mit Bundestrainer Joachim Löw noch nicht besprochen, wann "Poldi" in der Vorbereitung zur DFB-Elf stößt. "Erstmal wollen wir versuchen, die Bayern zu schlagen und dann in der Relegation dafür sorgen, dass wir in der ersten Liga bleiben."

    Für eine Befreiung habe die Bekanntgabe des Wechsels nicht gesorgt. Podolski betonte, immer Spaß in Köln gehabt zu haben. Und auch Angst, sich am Samstag als frisch gebackener Absteiger verabschieden zu müssen, hat er nicht. "Wenn das Spiel losgeht, dann sind wir voll konzentriert. Da spielt alles andere keine Rolle", sagte der 26-Jährige mit Blick auf die Partie gegen den FC Bayern München am 34. Spieltag (ab 15:30 Uhr im Liveticker bei eurosport.yahoo.de).

    Entscheidung allein getroffen

    Privat hat Podolski übrigens noch nichts konkret geplant. "Die Familie wird mitkommen, aber vor der EURO ist nicht mehr viel Zeit zum Planen. Nach der EM werden wir uns in London umschauen und etwas suchen."

    Beim Zurechtfinden wird ihm in England auch Nationalmannschafts-Kollege Per Mertesacker helfen. "Ich freue mich, dass ich auf einen Kollegen treffe, den ich schon länger kenne. Ich verstehe mich gut mit ihm und er wird mir die Eingewöhnung erleichtern", so Podolski. "Aber die Entscheidung habe ich allein getroffen. Er hat mir ein paar Tipps gegeben, aber die Entscheidung nicht erleichtert oder erschwert."

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