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    Pikante Enthüllung im Fall Breno

    Brenos Manager hat das Gericht mit einer unvorhersehbaren Aussage im Zeugenstand überrascht: "Ich hatte eine nicht berufsmäßige Beziehung zu Brenos Frau." Die Affäre sei allerdings nur von kurzer Dauer gewesen, erklärte der Manager. Zudem habe Breno "noch vor der Hochzeit davon gewusst."

    Der Ex-Manager des Brasilianers, der sich am Tag vor dem Brand im vergangenen September in der angemieteten Villa des Abwehrspielers vom FC Bayern München aufgehalten hatte, schilderte am fünften Verhandlungstag zudem chaotische Szenen, die möglicherweise mit der Affäre in Zusammenhang stehen.

    Immer wieder sei Breno aus dem Haus gelaufen und einmal sogar aus dem Badezimmerfenster gesprungen. Er habe davon gesprochen, das Haus sei umstellt. Außerdem habe er seinen Mannschaftskollegen Rafinha retten wollen. Wovor, das wisse er nicht. "Ich habe das nicht zusammen gebracht", sagte der Ex-Manager. "Er war so seltsam geworden."

    Betrunken wie noch nie

    Breno habe sich sogar ein Messer geholt. Daraufhin habe er Brenos Frau Renata dazu bewogen, sich mit den drei Kindern in einem Zimmer einzuschließen und schließlich mit ihnen das Haus zu verlassen. Breno habe er erst wieder gesehen, als das Haus bereits in Flammen stand. Der Ex-Manager, dessen Beratungsvertrag nach eigenen Angaben seit kurzem nicht mehr besteht, berichtete auch von zwei weiteren alkoholbedingten Ausfällen Brenos lange vor dem Feuer.

    Rafinha, der Breno am Abend vor dem Brand noch kurz besucht hatte, sagte am Montag vor Gericht, so betrunken wie in der Brandnacht habe er seinen Landsmann noch nie gesehen. Der 22-Jährige sei sehr traurig gewesen, weil er möglicherweise noch einmal am Knie operiert werden musste.

    Direkt nach dem Brand hatte Breno mit ungewöhnlichem Verhalten die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gezogen. "Es war für mich nicht auszuschließen, dass Herr Borges in irgendeiner Form an diesem Brand beteiligt ist", sagte ein Polizeibeamter. Breno habe den Rettungskräften drei Feuerzeuge übergeben - mit der Aufforderung, diese wegzuwerfen. Eines der Feuerzeuge sei stark verrußt gewesen - ebenso Brenos Finger.

    Die Frau war egal

    Der 22 Jahre alte Breno Vinicius Borges steht wegen Verdachts der schweren Brandstiftung vor Gericht. Die Anklage wirft ihm vor, aus privatem und beruflichem Frust die angemietete Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald in Brand gesteckt haben. Bei dem Feuer entstand ein Millionenschaden.

    Breno hatte nach Angaben von Polizei und Rettungskräften in der Brandnacht sichtbare Wunden und war "am ganzen Körper verrußt". Mit einem Tuch habe er sich die Hände abgewischt, sagte ein Polizeibeamter weiter. "Das Tuch war pechschwarz."

    Auf die Frage, wo das Feuer ausgebrochen sei, habe der Profi geantwortet: "Im Bad". Er habe angegeben, seine Frau habe das Feuer gelegt. "Ich dachte nur in dem Augenblick: Der ist nicht ganz dicht", meinte der Polizeibeamte. Zwischen Breno und seiner Frau habe es keinen Kontakt gegeben. Nach seinen Kindern habe er immer wieder gefragt. "Er signalisierte mir, dass die Frau egal ist."

    Breno wirkte sehr verstört

    Die Polizisten sorgten sich in der Brandnacht um Breno. "Er hat auf mich sehr verstört gewirkt", sagte ein weiterer Polizeibeamter. "Wir hatten Angst vor einem Suizid." "Er zitterte am ganzen Leib", beschrieb ein Kollege den Zustand Brenos. "Er war voller Angst", sagte auch Brenos Mannschaftskollege Rafinha.

    Zwei Beamte begleiteten den Profi ins Krankenhaus und wachten sogar an seinem Krankenbett. Ein Alkoholtest brachte folgendes Ergebnis: "Ein Fußballspieler mit diesem Body-Mass-Index und diesem Alkoholisierungsgrad, das ist bemerkenswert." Der Polizist sprach von Zeichen einer "gewissen Alkoholgewöhnung". Rafinha sagte dagegen, Brenos Alkoholkonsum sei "nicht exzessiv" gewesen.

    Breno war 2008 als 18-jähriges Abwehrtalent für eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro aus Brasilien nach München gekommen, konnte im Verein aber nie wirklich Fuß fassen. Sein Vertrag bei den Bayern läuft Ende des Monats aus. Wie es danach für ihn weitergeht, hängt auch vom Ausgang des Verfahrens ab.

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