Die restlichen Fahrer lagen zeitweise über eine Sekunde hinter Pedrosa zurück. In den letzten Momenten drückte Pedrosa die Bestmarke auf 1:39.783 Minuten. Das ist die bis dato schnellste Runde, die je auf dem MotoGP-Kurs in Indianapolis gefahren wurde. Pedrosa war der einzige Fahrer unter dem Rundenrekord und unter 1:40 Minuten.
Konnte sein Teamkollege Casey Stoner am Vormittag noch die Bestzeit markieren, so wurden die Runden am Nachmittag deutlich schneller. Der Australier war an der Box nicht mit seiner RC213V zufrieden. Auf der Uhr fehlten dem Weltmeister 0,840 Sekunden, womit er sich an der fünften Stelle einsortierte.
Spies hing an den Fersen
Erster Pedrosa-Verfolger war Lokalmatador Ben Spies. Kontinuierlich knabberte der Yamaha-Werksfahrer an seinem Rückstand und kam dem Spanier bis auf 0,295 Sekunden nahe. Sein Teamkollege Jorge Lorenzo belegte Rang drei, lag aber bereits 0,719 Sekunden zurück.
Die gute Yamaha-Form bestätigte Tech-3-Pilot Andrea Dovizioso als Vierter (+0,777 Sekunden). Cal Crutchlow blieb im Gegensatz zum Vormittag auf seiner M1 sitzen. Auf Platz sechs führte der Brite das zweite Verfolgerpaket an, das 1,2 Sekunden Rückstand hatte.
Bradl wieder Top Ten
Rookie Stefan Bradl (LCR-Honda) spulte weitere 20 Runden ab. Am Freitag wurde nicht viel an der Abstimmung gefeilt, denn der Deutsche sollte sich an die Strecke gewöhnen. Schlussendlich fehlten 1,4 Sekunden auf die Spitze und Bradl reihte sich hinter Gresini-Honda-Pilot Alvaro Bautista als Achter ein.
Ducati hat auch in Indianapolis Rückstand. Nicky Hayden und Valentino Rossi belegten geschlossen die Plätze neun und zehn. Der US-Amerikaner war einen Tick schneller als der Superstar, doch die Realität waren 1,6 Sekunden Rückstand. Am Ende wurde Hayden noch von seinem Landsmann Colin Edwards (Forward) an die Box zurück geschleppt. Es war ein ruhiges zweites Training, nachdem der Freitagvormittag von einem schweren Sturz überschattet worden war.
Barbera fällt verletzt aus
Vier Wochen nach seinem linken Schien- und Wadenbeinbruch versuchte Hector Barbera in Indianapolis ein Comeback. Im ersten Freien Training stürzte der Spanier allerdings in Kurve 16 von seiner Pramac-Ducati und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Bei einer Untersuchung im Methodist-Krankenhaus in Indianapolis wurden Brüche des fünften, sechsten und achten Rückenwirbels festgestellt.
Bei dem Sturz war der Spanier kopfüber von seiner Pramac-Ducati geflogen und war mit dem Helm auf den Asphalt geprallt. Barbera blieb mit Schmerzen auf dem Asphalt liegen. Aufgrund der Verletzungen erhielt der 25-Jährige sofort Startverbot und wird die Nacht in der Klinik verbringen. Ursprünglich wollte Barbera am Freitag nur einige Installationsrunden fahren, weshalb Toni Elias als Ersatzmann bereitstand. Im zweiten Freien Training übernahm Elias schließlich auch die Pramac-Ducati.
Kein Schrott, aber auch kein Glück
Der Spanier konnte allerdings keine entscheidenden Akzente setzen, produzierte allerdings auch keinen Schrott. Mit einem Rückstand von 3,3 Sekunden landete Elias als 17. mitten im Claiming-Rule-Feld. Bester CRT-Vertreter war Randy de Puniet (Aspar) an der elften Stelle.
Der Franzose war auch nicht weit vom Ducati-Team entfernt, denn auf Rossi fehlten nur drei Zehntelsekunden. Karel Abraham (Cardion-Ducati) kämpft auch in Indianapolis um den Anschluss und wurde von de Puniet geschlagen.
Prominenz auf den Verfolgerplätzen
Die weiteren CRT-Fahrer folgten ab Platz 13, den Aleix Espargaro (Aspar) belegte. Dahinter reihten sich Yonny Hernandez (Avintia), Michele Pirro (Speed Master), Elias, Edwards, Ivan Silva (Avintia), James Ellison (PBM) und Danilo Petrucci (Ioda) ein.
Die beiden Wildcard-Starter aus den USA waren mit ihren Claiming-Rule-Bikes die Schlusslichter. Aaron Yates wäre mit der GPTech-Suzuki derzeit qualifiziert. Steve Rapp nahm wegen eines Schadens an seiner APR-Kawasaki nicht am zweiten Training teil.
TV-Tipp:
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