O'Sullivan krönte eine starke Leistung über das gesamte Turnier mit einem ebenso famosen Finale.
Anschließend gab "The Rocket" zur Erleichterung seiner Fans bekannt, dass er seine Karriere fortsetzen will: "Es ist noch nicht vorbei." Allerdings wolle er eine Pause von etwa sechs Monaten einlegen, um sich der Familie widmen zu können.
Bewegt und mit seinem Sohn Ronnie Jr. auf dem Arm stellte er sich dem Interview: "Das ist so hart. Die 17 Tage sind ein echter Ausdauertest." Aber er vergaß auch seinen unterlegenen Gegner nicht: "Schön, dass Ali wieder da ist. Er hat ein großartiges Turnier gespielt."
Auch Carter, der im Dezember aufgrund seiner Morbus-Crohn-Erkrankung mit dem Gedanken an einen Rücktritt gespielt hatte, gab bekannt, dass er seine Karriere fortsetzen werde: "Es ist schön, dass es mir wieder besser geht und ich ordentlich Snooker spiele. Über meine Leistung im Finale bin ich natürlich enttäuscht, aber ich hoffe, dass ich auch eines Tages die Weltmeisterschaft gewinne."
Der letzte WM-Tag hatte mit einer 101 von O’Sullivan begonnen, der anschließend schnell drei weitere Frames zum vorentscheidenden 14:7 gewann. Doch Carter, der schon geschlagen schien, kämpfte sich noch einmal zurück. Er holte den umkämpften 22. Frame, schaffte dann eine 105 und verkürzte weiter auf 10:14, ehe O’Sullivan den letzten Frame der dritten Session noch gewann.

Am Abend drängte O’Sullivan auf eine zügige Entscheidung und baute mit einer 70 seine Führung aus. Carter schlug noch einmal mit einer 64 zum 11:16 zurück.
Doch danach ließ O’Sullivan an seiner Dominanz und an seinem hochverdienten Sieg keinen Zweifel mehr aufkommen.
Carter indes nahm die Niederlage gegen seinen Landsmann sportlich. "Wenn Ronnie zurücktritt, kann ich auch mal Weltmeister werden", scherzte der "Captain" nach dem Endspiel.

