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    Olympische Spiele - Olympia-Zeugnis: Zwei Fünfen

    Die Olympischen Spiele in London sind beendet, Zeit Bilanz zu ziehen. Welche deutschen Athleten haben überzeugt, welche sind die großen Verlierer? Im großen Olympia-Zeugnis erfahren Sie, wer der Klassenbeste wurde und wer seine Hausaufgaben nicht ordnungsgemäß gemacht hat.

    BADMINTON: Eine Medaille gab es nicht, aber der Einzug ins Viertel- oder Achtelfinale in Einzel, Doppel und Mixed kann sich sehen lassen - Note 2,5

    BEACH-VOLLEYBALL: Als erstes deutsches Duo sicherten sich Julius Brink und Jonas Reckermann Gold. Perfekt! Leichten Rückstand gibt es weiter bei den Frauen, bei denen Sara Goller und Laura Ludwig nicht in den Medaillenkampf eingreifen konnten - Note 1,5

    BOGENSCHIESSEN: Nach der verpassten Qualifikation für die Teamwettbewerbe war eine Einzelmedaille für die Olympia-Debütanten nicht drin. Elena Richter kam in Runde zwei. Camilo Mayr scheiterte in Runde eins, gilt aber für Rio 2016 als talentierter Schütze. - Note 3

    BOXEN: Keine Medaille, aber zufrieden. Stefan Härtel war im Viertelfinale der bessere Mann, scheiterte aber an den Punktrichtern. Enrico Kölling stand im Achtelfinale - Note 3,5 FECHTEN: Der Druck schien teilweise zu groß. Nicolas Limbach und seine Säbel-Kollegen wurden mit zwei Medaillenchancen hoch gehandelt. Ausbeute: null. Britta Heidemann hatte bei Silber nicht nur Glück. Sie ist einfach nervenstark. Team-Bronze versöhnte die Florettherren nicht unbedingt. - Note 3,5

    GEWICHTHEBEN: Medaillen gab es keine. Es blieben nur die Plätze 11 und 13 bei fünf deutschen Rekorden bei den Frauen. Die Männer wurden Achter und Neunter. - Note 4

    HOCKEY: Die hohe Zielvorgabe von zwei Medaillen, eine davon in Gold, konnte die einzige mit zwei Teams in London vertretene Ballsportart diesmal nicht erfüllen. Immerhin glänzten die Herren mit Gold: Sie holten die erwartete Medaille, und verdienen sich die Note 1. Dagegen wurden die Damen wie 2000 in Sydney nur Siebte und enttäuschten. - Note 2,5

    KANU: Mit dreimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze gewannen die Paddler in der Hälfte der zwölf Entscheidungen eine Medaille. Einmal mehr war der DKV bester deutscher Sportverband. Die Slalomkanuten haben ihre Pflicht erfüllt. Sideris Tasiadis gewann Silber im Einer-Canadier, Hannes Aigner holte Bronze im Kajak. - Note 1

    LEICHTATHLETIK: Acht Medaillen bestätigten den Aufwärtstrend der letzten Weltmeisterschaften nach nur einmal Bronze 2008 in Peking. Diskus-Riese Robert Harting gewann das einzige Gold, Kugelstoß-Talent David Storl verpasste es ganz knapp. Die Werfer waren wieder eine Bank, die Stabartisten Björn Otto und Raphael Holzdeppe glänzten. - Note 1,5

    MODERNER FÜNFKAMPF: Der fünfte Platz von Steffen Gebhardt ist bemerkenswert. - Note 2

    JUDO: Die Judokas konnten ihre Erwartungen übertreffen. Zwei Silberne für Peking-Olympiasieger Ole Bischof und Überraschungsfrau Kerstin Thiele, zudem Bronze für Dimitri Peters und Schwergewichtler Andreas Tölzer. - Note 1,5

    PFERDESPORT: Die Reiter bleiben verlässliche Medaillensammler. Fünf Plaketten, davon zwei goldene - so lautete die Zielvereinbarung mit dem DOSB, die fast erreicht wurde. Dass es immer schwieriger und enger wird, zeigte sich vor allem bei den enttäuschten Springreitern, die die schwächste Bilanz seit mehr als 60 Jahren ablieferten. - Note 2,5

    RADSPORT: Mit je einmal Gold, Silber und Bronze verbesserten sich die Bahnfahrer gegenüber Peking. Miriam Welte und Kristina Vogel hatten als Goldmedaillengewinnerinnen im Teamsprint gleich zum Auftakt für einen glänzenden Start gesorgt. Maximilian Levy rundete das Bild am letzten Tag mit Silber im Keirin ab. Tony Martin war mit seiner Silbermedaille im Zeitfahren hinter 'Überflieger' Bradley Wiggins hoch zufrieden. Auch Judith Arndt holte zum Olympia-Abschied Silber im Zeitfahren. Sie hatte sich bei ihrem fünften Auftritt mehr ausgerechnet. Im Mountainbike komplettierte Sabine Spitz Zweite ihren olympischen Medaillensatz. - Note 1,5

    RINGEN: Die deutschen Ringer sind ohne Medaillen geblieben, wie in Sydney und vier Jahre später in Athen. - Note 4,5

    RUDERN: Vier Jahre nach der historischen Pleite von Peking mit nur einmal Silber und Bronze steuern die Ruderer wieder auf Erfolgskurs. "Wir haben die Wende geschafft", sagte DRV-Chef Siegfried Kaidel voller Freude über Gold im Achter und Männer-Doppelvierer sowie über Silber im Frauen-Doppelvierer. - Note 2

    SEGELN: Keine Medaille gab es für die deutschen Segler im Revier vor Weymouth. - Note 4

    SCHWIMMEN: Die langjährige Musterschülerin Britta Steffen und Klassenprimus Paul Biedermann lieferten fehlerhafte Arbeiten ab. Auch aus den hinteren Reihen empfahl sich keiner als neuer Klassensprecher. So schlecht waren die Schwimmer zuletzt zu Ur-Opas Zeiten. Mit solchen Noten bleibt man sitzen. Dass es nicht zur schlechtesten aller Schulnoten wird, ist Freischwimmer Thomas Lurz zu verdanken, der Silber über 10 km holte. - Note 5,5

    WASSERSPRINGEN: Patrick Hausding und Co. zeigten keine schlechten Prüfungsleistungen. Für Auszeichnungen reichte das aber nicht. Am letzten Tag fanden auch Sascha Klein und Martin Wolfram vom Turm nicht den Dreh zu einer Medaille. - Note 4,5

    SCHIESSEN: Die erste medaillenlose Bilanz seit 1964 spricht für sich. Die Routiniers um den dreimaligen Olympiasieger Ralf Schumann, die dreimalige Weltmeisterin Christine Wenzel sowie die Weltmeisterinnen Barbara Engleder und Sonja Pfeilschifter erfüllten die Erwartungen nicht. - Note 5

    TAEKWONDO: Mini-Team mit respektabler Ausbeute. Lediglich zwei Frauen waren am Start. Helena Fromm holte Bronze. - Note 2

    TENNIS: Die Deutschen gingen in London leer aus. Die Damen enttäuschten aber nicht, Angelique Kerber schaffte es bis ins Viertelfinale. Die Herren spielten wieder keine Rolle. Philipp Petzschner flog früh raus, Philipp Kohlschreiber kam erst gar nicht. Enttäuschend! Im Mixed verpassten Sabine Lisicki/Christopher Kas als Vierte eine Medaille nur knapp. - Note 3

    TISCHTENNIS: Das ambitionierte Ziel wurde erreicht. Mit Bronze für Dimitrij Ovtcharov und das Herren-Team steht der Verband glänzend da. Der Einbruch von Timo Boll im Einzel ist ein individuelles Problem und soll extra betrachtet werden. - Note 2

    TRAMPOLIN: Die Alt-Stars Anna Dogonadze und Henrik Stehlik turnten beim ihrem letzten Olympia-Auftritt am Optimum. Das reichte aber nicht mehr zu den Top 8. - Note 4

    TRIATHLON: Peking-Olympiasieger Jan Frodeno war als Sechster der Beste aus dem Männer-Trio. Anne Haug wurde Elfte. Die Medaillen-Hoffnungen erfüllten sich nicht. - Note 4,5

    TURNEN: Die Turner liegen mit drei Silbermedaillen im Soll. Obwohl alle drei Plaketten auf das Konto der Männer gingen, haben auch die Frauen mit Platz 9, der besten Olympia-Platzierung seit 1992 und vier Finalplätzen nicht enttäuscht. In der Gymnastik haben sowohl Einzel-Gymnastin Jana Berezko-Marggrander wie auch die deutsche Gruppe mit dem deutlichen Verpassen der Olympia-Finals ihre Zielstellungen klar verfehlt. - Note 2

    VOLLEYBALL: Mit Platz fünf war es am Ende das beste Ergebnis seit 40 Jahren für deutsche Volleyballer. Doch die Platzierung trügt. Der Abstand zur absoluten Weltspitze ist immer noch riesengroß. - Note 2,5

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