Bisher war nur bekannt, dass der 98-malige Fußball-Nationalspieler Ballack im August 2011 noch ein letztes Mal gegen Brasilien das Nationaltrikot tragen sollte.
Das klang unter den "damaligen Umständen" für Ballack "wie ein Almosen", hatte der gebürtige Sachse kurz nach seinem verkündeten Karriereende in der vergangenen Woche erklärt.
Zugleich hatte der 36-jährige Ballack die Hoffnung geäußert, jetzt noch zu einem Abschiedsspiel zu kommen. Bierhoff verwies auf das damalige Angebot: "Das wäre eine gute Gelegenheit gewesen, ihn in einem öffentlichen Spiel mit vielen Zuschauern einen Abschied zu geben. Das hat er ausgeschlagen. Und damit sehe ich da jetzt auch keine Chance mehr."
Die Zeiten ändern sich
Zumal die Zeit der Abschiedsspiele angesichts der heutigen Gehälter der Profis und der oftmaligen Vereinswechsel vorbei sei. "Früher gab's die Abschiedsspiele, damit die Spieler noch mal ein bisschen Rentengeld bekommen oder aus großer Verbundenheit zu einem Verein", meinte der DFB-Teammanager.
Ballacks langjähriger Förderer Rudi Völler hat die Möglichkeit eines Ballack-Abschieds noch nicht ganz ausgeschlossen. Alle seien ja erst einmal davon ausgegangen, dass Ballack noch weiterspielt, meinte der Sportdirektor von Bayer Leverkusen. "Nun muss man sehen, auf welche Art und Weise man ein Abschiedsspiel organisieren könnte. Es sollten sich alle zusammensetzen - der DFB, Ballack und wir von Bayer", sagte der ehemalige DFB-Teamchef in der "Bild am Sonntag".
Bierhoff verwies auf die gängige Praxis des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): "Der DFB hat ja mal beschlossen, dass es keine Abschiedsspiele für Nationalspieler mehr gibt. Wir hatten viele Nationalspieler wie Jürgen Klinsmann, Jürgen Kohler und andere, die über 100 Länderspiele hatten, die keine Abschiedsspiele mehr bekommen haben."
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