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    NBA - Dallas verliert ohne Nowitzki

    Der Jubel über den überraschenden NBA-Auftaktsieg war bei Deutschlands Star-Basketballer Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks schnell verflogen. Nur einen Tag nach dem 99:91 bei Titel-Mitfavorit Los Angeles Lakers kassierten die Mavericks bei den Utah Jazz ein 94:113. "Es ist zu einem miserablen Abend für uns geworden", sagte Dallas-Coach Rick Carlisle nach der ersten Pleite.

    Der am Knie verletzte Nowitzki, der nach dem Sieg über die Lakers noch ein eher ironisch gemeintes "Wie erwartet" von der heimischen Couch getwittert hatte, schwieg dieses Mal zunächst.

    Was der 34-Jährige von seinem Team gegen Utah sah, war zumindest in der ersten Halbzeit durchaus ordentlich. Mit 63:55 führten die Gäste, der perfekte Saisonstart war für den Meister von 2011 in greifbarer Nähe. Doch im dritten Abschnitt brachen die Mavs auseinander. Dallas traf nur fünf seiner 22 Würfe und verlor den Abschnitt vorentscheidend mit 13:37.

    "Wenn du das Viertel mit 24 Punkten verlierst, ist das eine herbe Niederlage. Wir haben ihre aggressive Spielweise nicht in den Griff bekommen. Das hat in diesem Spiel den Unterschied ausgemacht", sagte Carlisle. 40 zu 61 lautete nach dem Spiel die Rebound-Statistik aus Dallas-Sicht, nur 30 Punkte im Vergleich zu 44 der Jazz erzielten die Texaner aus der Nahwurfzone.

    Kaman vor Rückkehr

    Ein Indiz dafür, dass neben Nowitzki auch Chris Kaman (Wadenzerrung) schmerzlich vermisst wurde. Der Center will zum Heimauftakt gegen die Charlotte Bobcats wieder auf dem Feld stehen. "Ich arbeite hart. Es könnte gut gehen, und ich könnte am Samstag spielen", sagte Kaman.

    In Utah war Darren Collison mit 17 Zählern bester Mavs-Werfer. Gegen die Jazz um die beiden starken Neuzugänge Mo und Marvin Williams (je 21) war das zu wenig. Es bleibt nach den ersten beiden Partien die Erkenntnis, dass Dallas Konstanz finden muss. Dann kann die Mannschaft auch gegen die Topteams mithalten. Das hatte die Partie bei den Lakers am Mittwoch gezeigt.

    Im Kollektiv war der Außenseiter tags zuvor im Staples Center zum Erfolg gegen die Lakers gekommen. Gleich sechs Mavs-Spieler punkteten zweistellig. "Das ist ein großer Sieg. Wenn man eine talentierte Mannschaft hat und trifft, sind in dieser Liga Siege möglich", sagte Carlisle.

    Lakers kommen nicht in Schwung

    Das gastgebende Starensemble, das bereits in acht Vorbereitungsspielen acht Niederlagen kassiert hatte, warf an der Freiwurflinie leichtfertig den Sieg weg. Zwölf Treffer gelangen bei 31 Versuchen, allein Dwight Howard zielte elfmal daneben. Zusammen mit Aufbauspieler Steve Nash war der robuste Center im Sommer als Heilsbringer geholt worden, das Debüt des Abwehrspezialisten ging aber trotz 19 Punkten kräftig daneben.

    "Von uns wird in dieser Saison viel erwartet. Wir werden versuchen, eine weitere Meisterschaft nach Hause zu holen", hatte Superstar Kobe Bryant vor Spielbeginn gesagt. Viel zu feiern gab es für die 18.997 Zuschauer danach aber nicht mehr. Und auch einen Tag später wurde es für die Lakers-Anhänger nicht besser. In Portland machte LA mit einer 106:116-Pleite den Fehlstart perfekt. Selbst 33 Punkte von Howard und 30 von Bryant reichten den Kaliforniern nicht. Zudem musste Nash im dritten Viertel verletzt vom Feld. Der Franzose Nicolas Batum führte Portland mit 26 Zählern zum Auftaktsieg.

    Dieser gelang auch den Houston Rockets. Das Team bezwang beim Debüt der beiden Neuzugänge James Harden und Jeremy Lin die Detroit Pistons mit 105:96. Harden, der erst am Samstag von Vizemeister Oklahoma City Thunder zu den Rockets gewechselt war, machte mit 37 Punkten mehr als jeder andere Spieler auf dem Feld. Zudem erzielte er mit zwölf Assists eine persönliche Karriere-Bestmarke.

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