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    US Open - Murray im Finale, Unwetter stoppt Djokovic

    Andy Murray steht als erster Spieler im Endspiel der US Open. Der Schotte setzte sich gegen Tomas Berdych mit 5:7, 6:2, 6:1, 7:6 (9:7) durch. In seinem fünften Grand-Slam-Finale trifft Murray auf Novak Djokovic oder David Ferrer, deren Halbfinale wegen Unwetters auf Sonntag verschoben wurde.

    Das Sturmtief Leslie hat den Zeitplan am Final-Wochenende der US Open durcheinandergewirbelt und die Diskussion über das fehlende Dach über dem Center Court neu entfacht. Im fünften Jahr nacheinander musste das Herren-Finale beim letzten Grand-Slam-Tennisturnier des Jahres wegen des schlechten Wetters auf Montag verschoben werden.

    Zuvor wurde das zweite Halbfinale zwischen Djokovic und Ferrer wegen einer Unwetterwarnung abgebrochen und verlegt. Djokovic lag im ersten Satz mit 2:5 zurück, als auf Anraten der Polizei und der New Yorker Sicherheitsbehörden das 23.771 Zuschauer fassende Arthur Ashe Stadium und die komplette Anlage im Flushing Meadows Park evakuiert wurden.

    "Im Interesse unserer Fans und Spieler beenden wir die Matches für den heutigen Tag", stand auf der Anzeigetafel vor dem größten Tennisstadion der Welt.

    Bereits zuvor war das ursprünglich für die Night Session angesetzte Damen-Finale zwischen Serena Williams und Victoria Asarenka auf Sonntag (22:30 Uhr deutscher Zeit) verschoben worden. Das Djokovic-Ferrer-Match wurde für 17:00 Uhr angesetzt - so dass das Endspiel wieder einmal erst am Montag über die Bühne gehen kann.

    "Mein letztes großes Ziel"

    Gerade noch vor der Unwetterwarnung zog Murray in sein fünftes Grand-Slam-Finale und zweites US-Open-Endspiel nach 2008 ein. Der 25 Jahre alte Brite setzte sich gegen Federer-Bezwinger Berdych durch. Bislang hat Murray noch bei keinem der vier wichtigsten Turniere einen Sieg gefeiert. Bei den US Open 2008, den Australian Open 2010 und 2011 und in diesem Jahr in Wimbledon verlor er im Finale.

    Nun versucht er einmal mehr, den ersten britischen Grand-Slam-Titel seit Fred Perry 1936 zu erringen. "Das ist das letzte große Ziel, das ich in meiner Karriere erreichen möchte", so Murray. "Der Sieg bei Olympia hat mir ein wenig den Druck genommen, jetzt fehlt nur noch der Erfolg bei einem Major - noch einmal ein solches Finale zu verlieren wäre nicht einfach, deshalb hoffe ich auf ein glückliches Ende."

    Wind-Regel gefordert

    Auch das Halbfinale zwischen Berdych, der in der Runde zuvor den Weltranglisten-Ersten Roger Federer aus dem Turnier geworfen hatte, und Murray fing wegen heftiger Regenfälle mit anderthalb Stunden Verspätung an. Beide Kontrahenten hatten anschließend im Arthur Ashe Stadium mit teilweise widrigen Bedingungen zu kämpfen. "Das waren die schwierigsten äußeren Umstände, mit denen ich es je zu tun hatte", gestand Murray.

    Der Wind blies so stark, dass Murray und Berdych immer wieder ihre Aufschlagversuche unterbrechen mussten oder abdrehende Bälle nicht richtig trafen. Mehrmals musste der Schiedsrichter sogar während eines Ballwechsels das Match unterbrechen, weil Plastiktüten oder andere Gegenstände über den Center Court wehten. Insgesamt kam Murray aber mit dem Wetter besser zurecht als der Tscheche und verwandelte nach 3:58 Stunden seinen zweiten Matchball. Berdych beschwerte sich anschließend und forderte eine Art Wind-Regel.

    "Unser Sport verdient es, für solche Bedingungen wie heute Regeln zu haben", sagte er. Er habe einen hohen Ballwurf vor dem Aufschlag, weshalb "der Wind schlecht für mich" war, sagte Berdych. Im Gegensatz zu den Australian Open und Wimbledon gibt es in New York kein Dach über dem Center Court. Bei den French Open gibt es dafür Pläne - nicht jedoch in New York, weshalb das Wetter hier auch in Zukunft immer wieder für Terminchaos sorgen kann.

    Video: Murray schlägt Berdych

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