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    Murray: Höchste Zeit für ein neues Buch

    Andy Murray brachte 2008 seine Autobiografie heraus. "Hitting back", heißt das Buch. Vier Jahre später steht das Werk vor einer Generalüberholung. Denn Murray hat zurückgeschlagen. Olympiasieger, gegen Roger Federer, in Wimbledon. "Das ist der größte Sieg meiner Karriere", erklärte der 25-Jährige.

    In Andy Murrays Karriere gab es bislang drei große Probleme: Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic. Das Trio der außergewöhnlichen Gentlemen war immer dann zur Stelle, wenn der Brite ein Grand-Slam-Finale erreicht hatte.

    Viermal war das schon der Fall, vier Mal musste sich Murray nach dem Match anhören, dass es bestimmt noch irgendwann klappen würde mit einem Major-Titel.

    Murray holt sich den "Boost"

    Beim Olympischen Finale ging es freilich nicht um Grand-Slam-Ehren, die Bedeutung des Endspiels war aber sowohl für Murray als auch für Federer enorm hoch. "Murray kann sich mit der Goldmedaille einen Boost für seine gesamte Karriere holen", befand die siebenfache Wimbledon-Siegern Steffi Graf. Die 43-Jährige hatte auf Murray getippt und recht behalten.

    Murray, der nun ein Problem weniger hat, sprach nach seiner Final-Gala zurückhaltend von einem "guten Match", das er gezeigt habe. "Die Bedingungen waren nicht einfach, es war sehr windig." Der Goldmedaillen-Gewinner wunderte sich über seine gute Verfassung. "Ich habe ja auch noch im Mixed-Wettbewerb, der sehr hart war, gespielt. Aber ich habe mich frisch gefühlt", betonte Murray.

    Lücke in Federers Sammlung bleibt

    Federer, der nach seinem Wimbledon-Triumph vor rund einem Monat endlich seine 287. Woche als Nummer eins der Welt realisiert und den Rekord von Pete Sampras eingestellt hatte, konnte den minimalen Makel seiner blütenweißen Karriere nicht tilgen. Die Trophäensammlung des 30-Jährigen muss noch mindestens vier Jahre ohne Olympisches Einzelgold auskommen.

    Murray zeigte sich unterdessen begeistert von der "grandiosen Stimmung" dieser Spiele. Britische Stars wie Jessica Ennis, Bradley Wiggins oder Mo Farah haben es dem Tennis-Profi leichter gemacht. "Ich kann den Fernseher anschalten und höre niemanden über mich reden. In Wimbledon stehe ich dagegen ganz alleine im Fokus", berichtete Murray. In einem Jahr kann der dann zeigen, ob er auch ohne die Olympischen Spiele in Wimbledon gewinnen kann.

    Video: Murray am Ziel seiner Träume

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