Der Australier Robertson hatte sehr stark begonnen und war mit einer überzeugenden 88 zum 1:0 ins Match gestartet. Auch im zweiten Frame kam er sofort in ein Break, bevor er nach 39 Punkten von einem Kick gestoppt wurde: "Danach lief es nicht mehr bei mir." Auch Davis wusste um die Bedeutung dieser Schlüsselszene: "Das war der Wendepunkt. Danach habe ich ins Match gefunden." Aber Robertson wies auch noch auf einen anderen Punkt hin: "Mark ist mit der Verspätung besser zurechtgekommen.“ Das Match hatte mit zwei Stunden Verspätung begonnen, weil die Partie zuvor kein Ende nehmen wollte.
Nach dem verhängnisvollen Kick schlichen sich bei Robertson auch Unsicherheiten bei Safeties ein. Davis nutzte dies zu Breaks von 46 und 27 Punkten zum 1:1. Auch danach brillierte der Engländer mit exzellenter Chancenverwertung. Dank Breaks von 67, 65 und 81 Punkten zog er auf 4:1 davon, obwohl Robertson durchaus auch Chancen hatte. Typisch war der sechste Frame: Robertson verschoss früh Schwarz vom Spot. Davis stieg kurze Zeit später mit einem langen Vorbänder ein und spielte das entscheidende Break von 61 Punkten.
Ding und Ebdon mit Marathon-Match
Für die Verspätung der Partie hatten Ding Junhui und Peter Ebdon gesorgt. Die brauchten fast fünf Stunden reine Spielzeit, ehe sich Ebdon mit 5:4 ins Viertelfinale gekämpft hatte. Ding hatte mit einer 129 zum 1:2 zwar für ein Glanzlich gesorgt, doch das harte Matchplay von Ebdon setzte ihm mit zunehmender Spielzeit immer mehr zu. Trotzdem erzwang er den Entscheidungsframe, als er eine "Re-spotted Black" zum 4:4 lochte. Ebdon hatte zuvor schon Snooker gebraucht, aber zwölf Foulpunkte gesammelt und so die Extra-Schwarze erzwungen: "Das war natürlich enttäuschend, den Frame dann noch zu verlieren." Doch im neunten Frame ließ er die Enttäuschung nicht an sich heran: Mit einer 70 krönte er seine Leistung.
Martin Gould musste beim 5:4 über Cao Yupeng ebenfalls über die volle Distanz gehen. Cao hatte seine brillanten Momente bei Breaks von 143, seiner neuen persönlichen Bestleistung, 102 und 93 Punkten. Doch über die Dauer setzte sich die größere Konstanz des Engländers durch. Im Viertelfinale steht auch Matthew Selt. Der Bezwinger von Titelverteidiger Stuart Bingham schlug Ryan Day mit 5:3.
In einem Match ohne echten Spielfluss schlug Barry Hawkins Matthew Stevens mit 5:2. Die Entscheidung fiel dabei mit einer Extra-Schwarzen im siebten Frame, die Hawkins direkt vom Anstoß weg lochte. Glücklich war der Sieger trotzdem nicht. "Fürchterlich", war sein Kommentar zu seiner Leistung: "Mein Stoß war komplett weg. Hätte Stevens den siebten Frame gewonnen, dannn hätte ich keine Chance mehr gehabt." Ein entspanntes Achtelfinale erlebte dagegen Marco Fu. Mit Top-Breaks von 77, 66 und 65 Punkten schlug er Jamie Burnett mit 5:1.
TV-Tipp:
Verfolgen Sie die Australian Open vom 9. bis 15. Juli live und zeitversetzt bei Eurosport und Eurosport 2!
