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    Mit zwei Frischlingen ins Traditionsduell

    Spiele gegen die Schweiz haben eine lange Tradition. Darauf pfeift Bundestrainer Löw, der diese Begegnung als reine Vorbereitung sieht. "Wir haben im Trainerteam beraten, ob das Schweiz-Spiel eine Rolle spielen soll oder nicht. Aber wir nehmen darauf keine Rücksicht und trainieren weiter hart."

    Für die Eidgenossen, die nicht für die EM qualifiziert sind, geht es um mehr. Die Schweizer wollen ihren Fans zeigen, dass sie ebenfalls Fußball spielen können.

    In Basel setzt Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld mit Michel Morganella, Adrian Winter und Alain Wiss voraussichtlich auf drei Neulinge, die ohne Länderspielerfahrung sind.

    Zwischen den Pfosten steht Diego Benaglio vom VfL Wolfsburg. Im deutschen Kasten deutet alles darauf hin, dass Marc-André ter Stegen zu seinem Debüt in der Nationalelf kommt.

    Statistik spricht deutliche Sprache

    Ebenso wie Julian Draxler, dem der Bundestrainer einen Einsatz in Aussicht gestellt hat. "Die deutsche Nationalmannschaft hat großartige Fortschritte gemacht. Die Qualität der Mannschaft ist einfach großartig", lobte Hitzfeld das Team von Löw in "11Freunde".

    Das Länderspiel gegen die Schweiz ist das insgesamt 857. in der Geschichte des DFB-Teams. Die Schweiz war auch der erste Gegner der Gesamtdeutschen Mannschaft nach der Wende. Damals erzielte Andreas Thom den ersten Treffer eines Spielers aus den neuen Ländern.

    Die Statistik spricht eine deutliche Sprache. Seit 1908 gab es insgesamt 494 Siege, 174 Unentschieden und 188 Niederlagen bei einem Torverhältnis von 1914:1017. Dennoch warnt Löw: "Die Schweiz ist ein sehr guter Gegner. Für mich ist die Schweiz das kleine Holland."

    Hitzfeld lobt "menschliche Stärke"

    Für ihn ist das Spiel in Basel der 77. Einsatz als Bundestrainer. Und die Erfolge in seiner Amtszeit können sich sehen lassen. Bisher feierte der 52-Jährige mit der DFB-Auswahl 52 Siege. 13 Partien endeten unentschieden. Nur elf gingen verloren.

    "Löw hat seinen eigenen Stil entwickelt, der eben durch das schnelle Umschalten und das vertikale Spiel nach vorne geprägt ist. Und was noch auffällt, er setzt sehr großes Vertrauen in seine Spieler. Er hat beispielsweise an Klose festgehalten, obwohl Gomez bester Bundesligatorschütze war. Das ist ein Zeichen menschlicher Stärke", so Hitzfeld.

    Beim vorletzten EM-Test kommt es zum 51. Aufeinandertreffen mit der Schweiz, die Respekt, aber keine Angst vor Deutschland hat. Gegen keine andere Mannschaft hat Deutschland öfter gespielt. Von den bislang 50 Vergleichen gewann das DFB-Team 36. Sechs Partien blieben ohne Sieger, nur achtmal konnten die Eidgenossen gewinnen. Das Torverhältnis lautet 135:60.

    Podolski nimmt Kurs auf 100 Länderspiele

    Das letzte Duell mit der Schweiz gewann Deutschland am 26. März 2008 ebenfalls in Basel nach Toren von Gomez (2), Klose und Podolski mit 4:0. Die letzte deutsche Niederlage liegt fast 56 Jahre zurück: Am 21. November 1956 siegten die Schweizer in Frankfurt am Main mit 3:1. Die letzte Niederlage in der Schweiz kassierte die DFB-Auswahl am 20. April 1941 beim 1:2 in Bern.

    Wissenswert auch: Lukas Podolski nähert sich der magischen Marke von 100 Länderspielen, die bislang erst neun deutsche Nationalspieler erreicht oder übertroffen haben. Der noch 26-Jährige steht in Basel vor seinem 96. Einsatz für Deutschland. Er würde damit mit Berti Vogts auf Position elf der Rangliste gleichziehen.

    Video: Podolski mit Klartext

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