Borussia Dortmund hat einmal mehr bewiesen, warum der Klub der verdiente Deutsche Meister der Saison 2011/12 ist. Vor allen Dingen in der ersten Hälfte zelebrierte die Dortmunder Meistermannschaft ihren Fußball, ließ Freiburg keine Chance und sorgte für einen tollen Saisonabschluss im eigenen Stadion. Das Highlight gab es natürlich erst nach dem Spiel, als Sebastian Kehl als Kapitän die Meisterschale in den wolkenverhangenen Abendhimmel von Dortmund streckte. Die Emotionen kochten über.
Der SC Freiburg beendet die Saison zwar mit einer Niederlage, aber als eine der besten Mannschaften der Rückrunde. Nach zehn ungeschlagenen Spielen in Folge, mussten die Breisgauer erst beim Deutschen Meister wieder eine Niederlage einstecken. Traurig ist in Freiburg darüber wohl niemand. Nach einer Hinrunde, nach der fast alle Fußballexperten den SC schon als sicheren Absteiger abgeschrieben hatten, kam Freiburg mit einem neuen Trainer zurück und sicherte sich drei Spieltage vor Saisonende den Klassenerhalt. Schön auch: Nach Abpfiff feierten Freiburger und Dortmunder Anhänger die Meisterschaft und den Klassenerhalt gemeinsam.
15. Nach der Ecke von Gündogan kommt der Ball erneut zum Dortmunder. Dessen Hereingabe in die Mitte landet bei Lewandowski. Der Kopfball des Polen geht nur knapp übers Tor.
17. Die Vorstöße der Gäste halten sich in Grenzen. Die der Dortmunder dagegen nicht. Wieder ein klasse Angriff der Hausherren. Lewandowski bedient Großkreutz auf der linken Seite. Von dem wird der Ball flach in die Mitte gespielt, "Kuba" rauscht heran und verpasst das 2:0 nur knapp. Der Ball fliegt übers Tor.
29. Freiburg hat Glück, dass Peter Sippel die Aktion von Guédé gegen Lewandowski weiterlaufen lässt. Im Strafraum zieht der Freiburger den Polen am Trikot. Eigentlich ein Elfmeter, aber der Referee ist gnädig und lässt weiterlaufen.
58. Starke Ballannahme von Schmelzer, der mit Ball in den Strafraum sprintet. Statt selbst abzuschließen, sucht der Außenverteidiger Lewandowski. In letzter Minute bekommen die Breisgauer noch ein Bein dazwischen. Das 5:0 rückt näher...
59. Lewandowski steht per Kopf kurz vor seinem zweiten Treffer. Nur der Pfosten verhindert ein weiteres Tor des Polen.
66. Lewandowski kommt dem fünften Dortmunder Tor immer näher. Wieder hindert ihn das Aluminium am Jubel. Nach einem langen Ball von Subotic chipt der Pole das Leder über Batz hinweg, das Runde will aber nicht ins Eckige und springt an die Latte.
67. Bester Angriff der Freiburger. Schmid zieht von links aus spitzen Winkel ab - Außennetz.
Lukasz Piszczek, Robert Lewandowski und Jakub Blaszczykowski. Ein polnisches Trio, das den BVB bereits in der ersten Halbzeit zum Sieg schoss. Nicht nur, dass die drei alle vier Tore in Hälfte eins erzielten, zwei davon bereiteten sie sich auch noch gegenseitig vor. Die drei Polen stachen hervor, aber die ganze Mannschaft bot seinen Anhängern die beste Vorlage zur perfekten Meisterfeier.
Viel Negatives gab es nicht. Dass sich aber gerade die feierlustigen BVB-Fans als Flop erwiesen, ist schade. Nach dem dritten Treffer der Dortmunder ließen die Anhänger auf der Südtribüne bengalische Feuer abbrennen. Diese unschönen Szenen hätten die Fans auf der gewaltigsten Tribüne der Liga auch getrost weglassen können.
Borussia Dortmund ist seit 28 Spielen in Folge ungeschlagen – allein schon diese Ziffer wäre die Zahl des Spiels wert. Besser aber noch: Der BVB knackt den Punkterekord in der Bundesliga. Nie zuvor hat eine Mannschaft mehr Punkte (81) in der Bundesliga erreicht.
