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    Medien: Dutt beerbt Sammer

    Robin Dutt wird nach "Bild"-Informationen neuer DFB-Sportdirektor und damit Nachfolger von Matthias Sammer. Der 47 Jahre alte ehemalige Trainer von Bayer Leverkusen habe sich mit DFB-Präsident Wolfgang Niersbach getroffen, um den langfristigen Vertrag klarzumachen, schrieb das Blatt.

    Der DFB wird die Personalie aller Voraussicht bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main verkünden. Am Dienstagabend wollte sich der Verband nicht dazu äußern. Auch Dutt war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

    Bundestrainer Joachim Löw sei mit der Lösung zufrieden, hieß es in der "Bild". Beide sollen sich in einem Gespräch auf eine gemeinsame Strategie verständigt haben. Zwischen Löw und Sammer war es in der Vergangenheit immer wieder zu Spannungen gekommen, auch wenn sich beide zuletzt arrangiert hatten. Dem DFB ist daher an einem guten Verhältnis zwischen Bundestrainer und Sportdirektor gelegen.

    Ruhepol statt Querdenker

    Der eher überlegt auftretende Dutt würde Nachfolger von Querdenker Sammer werden, der Anfang Juli zum FC Bayern München als Sportvorstand gewechselt war. Zuletzt war auch der Vorstandsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, Stefan Kuntz, als möglicher Sportdirektor gehandelt worden. Der Europameister von 1996 hatte Kontakte zum DFB aber dementiert.

    Dutt hatte eigentlich noch ein wenig mit einem neuen Jobantritt warten wollen. Zuletzt hatte er der "Welt" in einem Interview verraten: "Ich werde den Saisonstart in Deutschland abwarten und denke, dass ich dann schon wieder eine spannende Aufgabe bekomme." Einen Wechsel ins Ausland schloss er aus. Bei seiner nächsten Station wolle er sich "auch Zeit für die privaten Dinge des Lebens nehmen", hatte Dutt in der Zeitung angekündigt.

    Probleme unterm Bayer-Kreuz

    Der 47-Jährige war am 1. April bei Bayer nach nur neun Monaten entlassen worden. Zuvor hatte die Werkself fünf Pflichtspiele in Serie verloren. Damit war auch die Europa-League-Qualifikation in Gefahr geraten. Der Jupp-Heynckes-Nachfolger Dutt hatte von Beginn an keinen leichten Stand unter dem Bayer-Kreuz und sorgte mit widersprüchlichen Aussagen für Verwirrung und Unverständnis. Auch sein Schlingerkurs in der Personalie Michael Ballack hatte ihn an Ansehen gekostet.

    Dutt hat sich einen Namen gemacht vor allem als Trainer des SC Freiburg. Die Breisgauer betreute er als Nachfolger von Urgestein Volker Finke von 2007 bis 2011. Mit Offensivfußball führte er den SC als Zweitligameister 2009 zurück in die Bundesliga.

    Große Fußstapfen für Dutt

    Dutt würde in große Fußstapfen treten. Sammer hat den DFB als Sportdirektor von 2006 bis 2012 entscheidend mitgeprägt. Sein Abgang am 2. Juli nach München als Nachfolger für Christian Nerlinger kam für Beobachter überraschend. "Wir lassen Sammer nur sehr schweren Herzens gehen. Er hat mit seiner Kompetenz und Leidenschaft viel für die Talentförderung in Deutschland bewegt und dem Verband mit seiner Art unglaublich gut getan", hatte DFB-Präsident Niersbach damals gesagt.

    Der ehrgeizige Sammer sieht den FC Bayern jedoch nun als reizvollere Aufgabe. Der neue starke Mann in München wolle eine "Aufbruchstimmung erzeugen" und den Dreifach-Vize der vergangenen titellosen Saison auf Anhieb wieder zur Nummer 1 in Deutschland machen, hatte er bei seiner Präsentation unter Blitzlichtgewitter erklärt. Ähnlich forsch würde Dutt wohl nicht auftreten.

    TV-Tipp:

    Die Bundesliga im Fernen Osten: Der FC Bayern München im Testspiel gegen den VfL Wolfsburg. Am 26. Juli um 14 Uhr aus dem Tianhe Stadium im chinesischen Guangzhou. LIVE auf Eurosport 2 und im Eurosport Player.

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