In der Runde der besten acht Teams treffen die Europameister auf Ricardo Santos/Pedro Cunha aus Brasilien. Santos ist mit je einer Gold-, Silber- und Bronze-Medaille der erfolgreichste Beach-Volleyballer in der Olympia-Geschichte.
"Jetzt kommen die Gegner, die du aus dem Weg räumen musst, um an die Medaillen zu kommen", sagte Brink. "Das ist ein bisschen wie vor diesem großen Gebäude: Du weißt, dass die Kronjuwelen da drin sind und musst irgendwie die Wächter und die Mauern durchkriegen, damit du dranpacken kannst", meinte der Leverkusener nur wenige Meter vom königlichen Buckingham Palast entfernt an der Horse Guards Parade.
Dass der teure Schmuck etwas weiter die Themse entlang im London Tower liegt - geschenkt. Zwölf Jahre nach Bronze in Sydney durch Axel Hager/Jörg Ahmann hat das Duo weiter die Chance auf die zweite deutsche Beachvolleyball-Medaille überhaupt. Auch Sara Goller/Laura Ludwig sind noch im Rennen.
Brasilianer sind Favorit
In der Runde der besten vier Teams bekommen die Deutschen es jeweils mit starken Doppeln aus Brasilien zu tun. Die Männer, amtierender Europameister, treffen auf Pedro Cunha und Ricardo Santos, der mit je einer Gold-, Silber- und Bronzemedaille der erfolgreichste Beach-Volleyballer in der Olympia-Geschichte ist. "Auf dem Papier sind die beiden leicht favorisiert. Aber hier kann alles passieren", sagte Reckermann (Köln). Goller/Ludwig bekommen es mit den Top-Favoriten Juliana Silva/Larissa Franca zu tun.
Vorbei ist dagegen die Olympia-Premiere für Kay Matysik (Berlin) und Jonathan Erdmann (Potsdam). Mit 16:21 und 14:21 mussten sie sich am Samstagmorgen den Top-Favoriten Alison Cerutti und Emanuel Rego aus Brasilien geschlagen geben. Endstation Achtelfinale. "Dadurch, dass wir uns über den Lucky Loser reinkämpfen mussten, war klar, dass wir einen sehr schweren Gegner bekommen", sagte Matysik. "Wir rennen die ganze Zeit dem Rückstand hinterher. Natürlich kann man das Spiel nochmal drehen, aber wir haben insgesamt zu wenig Druck im Aufschlag gemacht, um die beiden zu knacken."
Mitte des ersten Satzes vermittelten die EM-Zweiten von 2011 durch starke Blocks noch das Gefühl, den Brasilianern ein Bein stellen zu können. Als Matysik beim Stand von 15:16 aber die Annahme verrutschte, zogen Cerutti und Rego, der 2004 Olympiasieger wurde, davon. "Das war durchaus ein Knackpunkt, auch für den weiteren Spielverlauf", meinte Matysik.
Obwohl sie neben den Amerikanern Todd Rogers und Phil Dalhausser (USA) die bislang meisten Siege gegen Alison/Cerutti vorweisen konnten, gab es in dieser Partie nichts zu holen. Und auch die amerikanischen Olympiasieger von Peking können die Brasilianer nicht mehr aufhalten: Sie verloren ihr Achtelfinale gegen Paolo Nicolai und Daniele Lupo aus Italien in zwei Sätzen.
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