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    Mayer macht es spannend

    Florian Mayer wird in Wimbledon zum Comeback-Spieler. Nach seinem Fünf-Satz-Match in Runde zwei gegen Philipp Petzschner gab es auch in der dritten Runde wieder einen Krimi - mit gutem Ausgang für den Deutschen. Er bezwang Jerzy Janowicz aus Polen mit 7:6 (7:5), 3:6, 2:6, 6:3 und 7:5.

    Der erste Satz ging in der Konsequenz verdient an den Bayreuther. Mayer spielte konstanter und sicherer als Janowicz. Der Pole ging mehr Risiko - zu viel für ihn, um es zu kontrollieren. Mayer legte mehr Wert auf Sicherheit, konnte aber im richtigen Moment den Schalter umlegen. So erspielte er sich auch den einzigen Breakball, den er jedoch vergab. Mayer musste bis zum Tie-Break warten, in dem ihm im richtigen Moment das Minibreak und somit der Satzgewinn gelang.

    Das bis zu diesem Zeitpunkt einzige Break im Match entschied den zweiten Satz. Mayer nutzte seine Breakbälle zu Beginn des Satzes nicht, die Strafe dafür folgte auf dem Fuße: Im folgenden Spiel nahm ihm Janowicz den Aufschlag ab - ein Break, das dem Polen zum 6:3-Satzgewinn reichte. "Ich habe es im zweiten Satz selbst aus der Hand gegeben und ihn stark gemacht", so Mayer später. "Zum Glück ist es heute gut gegangen und ich habe mich nicht ergeben, wie es mir sonst schon passiert ist."

    Der Pole blüht auf

    Doch zunächst blühte der Qualifikant auf und zeigte teils fantastisches Tennis. Der Pole minimierte die Zahl der vermeidbaren Fehler bei gleichbleibendem Risiko - so standen drei Unforced Errors am Ende des Satzes 15 Winner und der ungefährdete Satzgewinn gegenüber.

    Mayer zog sich aus seiner Schwächephase jedoch wieder heraus. Mit vielen Slice-Schlägen raubte er seinem Gegner die Konzentration. Die Fehler beim Polen häuften sich und ermöglichten dem Deutschen die Rückkehr in die Partie. In der Mitte des vierten Satzes gelang ihm das Break, das er dann bis zum Schluss verteidigte. Besonders im umkämpften letzten Spiel wurde noch einmal eng - mit dem besseren Ende für Mayer.

    "Total erschöpft, aber überglücklich"

    Nervenstärke bewies Mayer auch im Finaldurchgang. Erst wehrte er bei eigenem Service zwei Matchbälle des Polen ab, dann nahm er ihm im folgenden Spiel den Aufschlag ab und brachte schließlich das Match nach Hause. "Ich bin total erschöpft, aber überglücklich. Manchmal muss man sich das Glück auch erarbeiten, zum Saisonbeginn habe ich viel Pech gehabt, viel gezweifelt. Jetzt fühlt es sich richtig gut an. Es bedeutet mir sehr viel, dass ich die zweite Woche erreicht habe. Das wollte ich im letzten Jahr schon erreichen, aber bei den Grand Slams habe ich das Ziel nicht erreicht. Es ist ein super Gefühl", sagte der Bayreuther.

    Für Mayer geht es nun gegen Richard Gasquet. Der Franzose bezwang Nicolas Almagro aus Spanien mit 6:3, 6:4 und 6:4. "Man denkt immer, er sei kein Rasenspieler, aber er hat ihr alle Matches in drei Sätzen gewonnen", warnte Mayer vor dem nächsten Gegner. "Ich habe noch nie gegen ihn gewonnen. Er ist der Favorit, und das ist auch mal gut. Ich habe nichts zu verlieren."

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