"Wir prüfen, ob es möglich ist, irgendwelche juristischen Aktionen gegen den FC Bayern einzuleiten", sagte der Athletic-Präsident Josu Urrutia auf einer Pressekonferenz in Bilbao.
"Der Spieler hatte bei uns einen gültigen Vertrag, der durch die Schonfristen des Weltverbandes FIFA zudem besonders geschützt war", betonte Urrutia. Dennoch sei Martínez ohne die Erlaubnis seines Klubs nach München gereist, um sich beim FC Bayern medizinisch untersuchen zu lassen. Erst danach habe der Spieler die vertraglich festgelegte Ablösesumme von 40 Millionen Euro bei der spanischen Profi-Liga (LFP) hinterlegt. Der Martínez-Transfer wurde damit zum teuersten Wechsel in der Bundesliga-Geschichte.
Der Athletic-Präsident äußerte sich enttäuscht vom Weggang des Mittelfeldspielers. "Als Fan und Vereinsmitglied schmerzt mich die Entscheidung. Ich hätte mir gewünscht, dass Martínez mir trotz aller Angebote anderer Klubs gesagt hätte, Athletic sei der beste Verein der Welt, und dass er bleiben wolle." Im Fußball gehe es auch um Gefühle.
Bayern: "Im Einklang mit Regelungen"
Der deutsche Rekordmeister reagierte gelassen auf die Ankündigungen aus Spanien. "Der FC Bayern hat, wie in den einschlägigen Statuten und im Arbeitsvertrag des Spielers vorgesehen, die entsprechende 'Klausel' bezahlt, auf die auch der Präsident von Athletic Bilbao bestanden hat", erklärte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge: "Deswegen sehen wir uns voll im Einklang mit den entsprechenden Statuten und den vertraglichen Regelungen."
VIDEO - Fußball kurios: Ein tierischer Flitzer
TV-Tipp:
Die FIFA U20 Frauen-Weltmeisterschaft in Japan - unter anderem mit Deutschland, Brasilien, Italien: Vom 19. August bis zum 8. September zeigen Eurosport und Eurosport 2 alle Partien live!

