Dabei verlor er kurzzeitig das Bewusstsein und wurde in ein Krankenhaus in Münsterlingen in der Schweiz gebracht. Dort diagnostizierten die Ärzte unter anderem Jochbein- und Kieferfrakturen, wie Manager Jörg Werner der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.
Anfang der kommenden Woche werde Martin vermutlich operiert, sagte Werner. "Zunächst muss aber erst die Schwellung zurückgehen." Der Manager habe nach dem Unfall, an den sich Martin nicht mehr erinnern könne, bereits mit dem Zeitfahr-Weltmeister telefoniert. "Er klang nicht betrübt, sondern optimistisch", berichtete Werner.
"Wie genau der Zusammenprall mit dem Auto gestern abgelaufen ist, weiß ich nicht. Ich kann mich nicht daran erinnern und war nach dem Unfall etwa 15 Minuten bewusstlos. Was ich weiß ist, dass ich etwa 35 bis 40 km/h auf einem leicht abschüssigen Radweg drauf hatte, als wahrscheinlich eine Frau mit ihrem Auto den Weg gekreuzt hat. Dann gingen die Lichter aus", schrieb Martin auf seiner Homepage.
"Meine linke Gesichtshälte ist total zermatscht. Mein linkes Auge ist blutunterlaufen und total zugeschwollen. Mein linker Arm schmerzt und ein paar Rippen hat es auch erwischt", so die deutsche Olympia-Hoffnung weiter.
Tony Martin hat das Krankenhaus in Zürich mittlerweile verlassen. "Er ist jetzt zu Hause bei sich in Kreuzlingen", sagte Alessandro Tegner, Sprecher von Martins Omega-Quick-Step-Team, der Deutschen Presse-Agentur. Zum Zeitpunkt einer möglichen Rückkehr in den Wettkampf konnte noch nichts mitgeteilt werden.
