Mit Lyon und Marseille bestritten zwei Mannschaften das 18. Endspiel der Coupe de la Ligue, die in der Saison hinter ihren Erwartungen zurück geblieben sind.
Besonders Marseille enttäuschte zuletzt in der Liga und hat in den letzten zehn Partien keinen Sieg einfahren können. Deshalb war das POkal-Finale die letzte Chance, sich noch für die Europa League qualifizieren zu können. Durch den Sieg löste Marseille nicht nur das Ticket nach Europa, sondern schaffte auch den Sprung in die Geschichtsbücher. Als erstes Team gelang es "OM", den Cup dreimal in Folge zu gewinnen.
Vor 80.000 Zuschauern im Stade de France entwickelte sich in der ersten Halbzeit eine an Torchancen arme Partie. Beide Teams waren darauf bedacht, keine Fehler zu machen und bei Ballverlust möglichst schnell alle Spieler hinter den Ball zu bringen.
Dazu war das Spiel vor allem durch Fouls und daraus resultierenden Spielunterbrechungen geprägt. Marseilles Torhüter Steve Mandanda ermöglichte Lyon die einzige Chance in der ersten Hälfte, als er sich bei einer Ecke verschätze. Doch die Lyonnais konnten daraus kein Kapital schlagen und so blieb es bis zur Pause beim leistungsgerechten 0:0.
Lyon-Stürmer Jimmy Briand forderte in der Halbzeitpause, dass das Team mehr über die Flügel spielen müsse und versprach mehr Tempo. Unter den Augen von Nationaltrainer Laurent Blanc ließ "OL" den Worten von Briand Taten folgen und übernahm das Kommando.
Doch die erste gute Chance der Partie hatte Marseille durch einen Kopfball von Mittelfeldspieler Morgan Amalfitano. Nach feiner Flanke von Mathieu Valbuena stieg Amalfitano aus zehn Metern frei zum Kopfball hoch, doch Nationalkeeper Hugo Lloris lenkte den Ball mit einer starken Parade an den Pfosten.
Danach plätscherte das Spiel wieder dahin. Einzig Lyons Bafatimbi Gomis hatte nach einem Eckball fünf Minuten vor Ende noch gute Kopfballgelegenheit, doch das Leder ging rund zwei Meter am Gehäuse vorbei.
Gomis (101.) und Briand (103.) hatten auch in der Verlängerung die ersten Gelegenheiten für Lyon, doch der eingewechselte Brandão traf für Marseille und entschied damit das Finale.
