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    Mandzukic will wie Olic werden

    Bei seiner Vorstellung spricht der neue Bayern-Stürmer über seinen Vorgänger und muss sich schon gegen Matthias Sammer behaupten.

    Es schien ihm beinahe selbst unangenehm.

    "Mario Mandzukic steht im Mittelpunkt, er hat eine würdige Vorstellung verdient", merkte Matthias Sammer am Freitag vor versammelter Presse im Mediencenter an der Säbener Straße mehrfach an.

    Der neue "Vorstand Sport" des FC Bayern saß ebenfalls mit auf dem Podium und bekam den Großteil der Fragen der Journalisten gestellt.

    Nun hatten die aber nur indirekt mit Mandzukic zu tun.

    Der Spieler selbst wurde bei den Themen Javi Martinez und Transferpolitik mit zunehmend genervt wirkendem Gesichtsausdruck plötzlich vom Protagonisten zum Nebendarsteller.

    Sammer - mit weinrotem Schlips und weiß-blau-karierten Mustern auf dem Hemd - bemerkte das und kündigte an: "Ich werde mich bald in aller Deutlichkeit äußern." Nur so viel verriet er: "Ich werde versuchen, eine sportliche Leitlinie reinzubringen, ohne dem Trainer reinzureden."

    Mandzukic, der für rund 13 Millionen Euro Ablöse vom VfL Wolfsburg nach München kam und die Nummer 9 bekommt, wird indes alles versuchen, um in dieser Saison eine Hauptrolle beim deutschen Rekordmeister zu spielen. Kampfansagen waren vom Kroaten allerdings kaum zu hören. Er möchte erst mal Leistung sprechen lassen.

    "Setze all meine Qualitäten ein"

    "Ivica Olic hat hier immer alles gegeben und war bei den Fans sehr beliebt. Ich will da weitermachen, wo er aufgehört hat", sagte der 26-Jährige, der sich bei seinem Landsmann, der nun nach Wolfsburg wechselt, im Vorfeld viele Informationen über München eingeholt hatte.

    Trotz der mit Mario Gomez und Claudio Pizarro großen Konkurrenz im Angriffszentrum erhofft sich Mandzukic einen Stammplatz. "Ich setze all meine Qualitäten dafür ein", kündigte er an. "Ich kann neben den beiden noch besser werden. Das ist auch für mich ein großer Schritt nach vorne", glaubt er. Bei der EURO hatte er mit drei Treffern in drei Spielen bereits ein Ausrufezeichen gesetzt.

    Nun könne er kaum erwarten, dass es losgehe. Beim zweiten Testspiel am Freitagabend beim unterklassigen FC Ismaning wollte der Club aber noch auf ihn verzichten. Erstmals mit dem Team soll Mandzukic von Sonntag an im Trainingslager am Gardasee üben und sein Debüt voraussichtlich am Dienstagabend beim Testspiel gegen eine Trentino-Auswahl geben.

    Sammer freut sich darauf. "Mario hat komplexe Stärken, in der Box und außerhalb der Box. Wir waren vorne zu dünn besetzt, wir werden jeden brauchen", stellte er klar. Zwischen den Zeilen ließ er jedoch erkennen, dass sich Mandzukic erstmal hinten anstellen muss.

    "Wir sind auch froh, dass wir Mario Gomez haben. Es wird sicherlich Situationen oder Härtefälle geben. Der FC Bayern ist größer als jeder Spieler und jeder sollte sich auch so verhalten."

    Erste Schritte in Ditzingen

    Was er an dem Neuzugang besonders schätzt, ist dessen unbedingter Einsatzwille. Im Januar spielte Mandzukic trotz eines Risses in der Lunge, den er sich in einem Testspiel in Dubai gegen den FC Bunyodkor zugezogen hatte, noch weiter. "Mir gefällt so etwas", verriet Raubein Sammer.

    Seine ersten fußballerischen Schritte machte Mandzukic übrigens beim TSF Ditzingen, dem Verein, wo einst auch Sterne wie Sean Dundee und Fredi Bobic aufgingen, ehe er mit seiner Familie zurück in die Heimat ging. "Deutschland ist meine zweite Heimat", weiß er.

    Generell blickt er sehr zuversichtlich in die Zukunft und freut sich auf die Herausforderung: "Ich weiß, dass es passieren kann, dass ich auf der Bank sitze. Aber ich habe mich bislang überall durchgesetzt und bin mir sicher, dass ich das auch beim FC Bayern schaffe."

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