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    Olympische Momente: Lewis mit goldenem Heimspiel

    Der Modellathlet ging 1984 in Los Angeles unter dem Druck an den Start, der überragende Mann bei den Spielen in seinem Heimatland werden zu müssen. Die Erwartungshalt an den 23-Jährigen war immens. Die US-Amerikaner lechzten vier Jahre nach ihrem Boykott der Olympischen Spiele in Moskau nach Gold.

    Lewis sollte ihnen diesen Wunsch erfüllen, am besten gleich vier Mal. Bei seinem ersten Auftritt auf der olympischen Bühne startete er über 100 Meter, 200 Meter, im Weitsprung und in der 4x100 Meter Staffel.

    Die Stimmung im Olympiastadion war schon bei den ersten Vorläufen über 100 Meter sensationell. Das weite Rund war mit 93.000 Zuschauern restlos ausverkauft. Aber Lewis ließ sich nicht beeindrucken. Im Finale, des laut Lewis schwersten Wettbewerbs, siegte er vor den Augen seiner Eltern in einer Zeit von 9,99 Sekunden. Ein unvergesslicher Moment in der erfolgreichen Karriere von Lewis. Sein Vater, der drei Jahre später verstarb, stand auf Höhe des Ziels auf der Tribüne und jubelte seinem siegreichen Sohn zu.

    Buh-Rufe für den Seriensieger

    Einen Tag später stand das Finale im Weitsprung auf dem Programm des Ausnahmesportlers. Der erste Sprung ging weit - 8,54 Meter bedeuten die souveräne Führung. Lewis wusste, dass dieser Sprung zur Goldmedaille reichen könnte. Sein zweiter Versuch war ungültig und der US-Amerikaner entschied sich im Hinblick auf seine anstehenden weiteren Starts, keinen weiteren Sprung mehr zu wagen. Seine Landsleute quittierten dies mit einem Buhkonzert, da sie von ihrem Helden mehr sehen wollten - sie schielten auf den Weltrekord von Bob Beamon. Lewis tat ihnen den Gefallen nicht, sparte die Kraft und ging mit der Goldmedaille ins Bett.

    Am nächsten Tag holte er sich in 19,80 Sekunden über 200 Meter seine dritte Goldmedaille. Nur noch die 4x100 Meter Staffel trennte ihn von seinem großen Traum. Als er den Staffelstab im Finale in die Hand bekam, war klar - jetzt holt er den vierten Sieg. In der Weltrekordzeit von 37,83 Sekunden sprintete die US-Staffel zum Triumph. Im Ziel kamen Lewis Teamkameraden als auch die Sportler der anderen Nationen zu ihm und hoben ihn, den "König der Spiele ", auf ihre Schultern.

    Lewis gewann in seiner Karriere neun Mal Gold und ein Mal Silber bei Olympischen Spielen, doch die Tage von Los Angeles bezeichnet er selbst als die schönsten seines Lebens.

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